Sein oder Nichtsein

To Be or Not to Be comedy, war
Kinostart 06.03.1942
Schauspieler Carole Lombard, Felix Bressart, Lionel Atwill, Tom Dugan, Charles Halton, James Finlayson, Olaf Hytten, Ernö Verebes, Jack Benny, Robert Stack, Stanley Ridges, Sig Ruman, George Lynn, Henry Victor, Maude Eburne, Halliwell Hobbes, Miles Mander, Rudolph Anders, Paul Barrett, Sven Hugo Borg, Peter Caldwell, Alec Craig, Helmut Dantine, Leslie Denison, James Gillette, Leyland Hodgson, Charles Irwin, John Kellogg, Adolf E. Licho, John Meredith, Maurice Murphy, Frank Reicher, Otto Reichow, Gene Rizzi, Hans Schumm, Roland Varno, Armand 'Curly' Wright, Wolfgang Zilzer
Produktionsland USA
Genre Komödie, Krieg
Regie Ernst Lubitsch
Produktion Ernst Lubitsch, Alexander Korda
Drehbuch Ernst Lubitsch, Edwin Justus Mayer
IMDB 8.2 (22191 Stimmen) Metascore 86
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Cover: Sein oder Nichtsein
Warschau, 1939: Die polnischen Schauspieler eines Theaters proben eine antifaschistische Komödie, kurz bevor der Zweite Weltkrieg ausbricht. Da die polnische Regierung nicht in Konflikt mit dem Hitlerregime geraten möchte, wird das Stück vom Spielplan abgesetzt, stattdessen spielt das Ensemble Hamlet. Während des Monologes Sein oder Nichtsein hat die Ehefrau des Hauptdarstellers Joseph Tura, Maria Tura, in ihrer Garderobe ein Rendezvous mit dem jungen Fliegerleutnant Stanislaw Sobinski. Zum Entsetzen des selbstverliebten Schauspielers Tura steht der junge Offizier während des Monologes aus dem Zuschauerraum auf und geht hinaus, was Tura natürlich als Respektlosigkeit gegenüber seiner Schauspielkunst deutet.

Während einer der Aufführungen bricht der Zweite Weltkrieg aus und Warschau wird bombardiert. Sobinski gelangt nach England und fliegt in einer polnischen Schwadron der Royal Air Force. Der polnische Professor Siletsky ist ebenfalls bei der Air Force angestellt und gibt im Kreise der jungen polnischen Flieger bekannt, dass er in geheimer Mission in das besetzte Warschau reisen werde. Sobinski bittet ihn eine Nachricht an die geliebte Maria Tura zu überbringen, doch macht es ihn stutzig, dass Siletsky die berühmteste Schauspielerin Polens gar nicht kennt, obwohl er angibt, in Warschau gelebt zu haben. Er berichtet davon seinen Vorgesetzten, und es wird klar, dass Siletsky ein Doppelagent sein muss. Da Siletsky zahlreiche Adressen von polnischen Untergrundkämpfern erhalten hat, wird Sobinski damit beauftragt, gleichfalls nach Warschau zu fliegen. Siletsky ist mittlerweile dort angekommen und steigt im Hotel Europejski ab. Der Professor versucht die ihm durch Sobinskis Nachricht bekannte Maria als Agentin für die Nationalsozialisten zu gewinnen, diese lässt sich scheinbar auch vom Professor überreden.

Siletsky soll sich mit dem Gestapochef Gruppenführer Ehrhardt treffen, um die Namen der Untergrundkämpfer weiterzugeben. Um dies zu verhindern, schlüpft das Ensemble des Theaters in die Rollen der deutschen Besatzer mit ihrer Erfahrung aus dem abgesetzten Anti-Nazi-Theaterstück: Der Professor wird von einem falschen Adjutanten zum scheinbaren Gruppenführer Erhardt gebracht, bei dem es sich jedoch um Joseph Tura handelt. Zunächst vertraut Siletsky dem verkleideten Tura und gibt ihm die Adressen. Als der Professor jedoch eine Anekdote von der angeblichen Liebesgeschichte zwischen Maria und Sobinski erzählt, enttarnt sich „Gruppenführer Erhardt“ selbst durch seine Eifersucht als Tura. Siletsky will flüchten, kann jedoch von Sobinski erschossen werden. Joseph Tura übernimmt nun die Rolle des Professors und versucht eine Kopie der Untergrundkämpfer-Adressen, die sich noch im Hotel befindet, zu vernichten wie das Original zuvor. Im Hotel erscheint aber Adjutant Schultz, der echte Adjutant von Gruppenführer Erhardt, und nimmt „Professor Siletsky“ zum echten Erhardt mit. Tura gewinnt in seiner Verkleidung das Vertrauen des unfähigen Erhardts und erfährt, dass Adolf Hitler am nächsten Tag Warschau besuchen wird. Als der Körper des echten ermordeten Siletskys am nächsten Morgen auftaucht, muss Tura kurzzeitig um sein Leben fürchten – letztlich kann er aber durch eine List Erhardt überzeugen, der echte Siletsky zu sein.

Dennoch erscheint es nur noch als eine Frage der Zeit, bis der Schwindel aufgedeckt wird, was den Tod der Theatergruppe bedeuten würde. Die Schauspieler und Sobinski machen einen neuen Plan, um Polen zu verlassen. Bei einer Theateraufführung zu Ehren des angekommenen Hitlers verkleiden sich die Theaterschauspieler und Sobinski als Nazi-Offiziere. Durch ein Ablenkungsmanöver des Schauspielers Greenberg können die anderen Schauspieler aus ihrem Versteck kommen, darunter auch Darsteller Bronski, der als Hitler vor die echten NS-Soldaten tritt und Greenberg – der mit Shylocks Rede aus Der Kaufmann von Venedig das NS-Regime anprangert – scheinbar als Störenfried verhaften lässt. Wegen des angeblichen „Sicherheitsrisikos“ durch Leute wie Greenberg will Hitler (Bronski) mit seinen Offizieren (den anderen Schauspielern) sofort Polen verlassen. Gruppenführer Erhardt versucht unterdessen Maria in ihrer Wohnung zu verführen, bis plötzlich Bronski als Hitler in die Wohnung eintritt, um sie für die Flucht mit dem Flugzeug abzuholen. Der schockierte Erhardt hält Maria für Hitlers Geliebte und so kann auch sie mit den anderen Schauspielern aus Polen entkommen.

Die Schauspieler fliegen per Nazi-Flugzeug nach Schottland – wie im Mai 1941 Rudolf Heß – wo sie als Helden gefeiert werden. Tura spielt nun Hamlet in England, doch während seines Sein oder Nichtsein-Monologes steht erneut ein junger Mann aus dem Publikum auf, sehr zum Schrecken von Tura und Sobinski.


Quelle: Wikipedia - Sein oder Nichtsein


Andre Schneider