Bei Anruf Mord

Dial M for Murder crime, film-noir, thriller
Kinostart 29.05.1954
Schauspieler Ray Milland, Grace Kelly, Robert Cummings, John Williams, Anthony Dawson, Patrick Allen, Bess Flowers, Leo Britt, George Leigh, George Alderson, Robin Hughes, Sanders Clark, Jack Cunningham, Robert Dobson, Guy Doleman, Sam Harris, Thayer Roberts, Harold Miller, Martin Milner, Forbes Murray
Produktionsland USA
Genre film-noir, Krimi, Thriller
Regie Alfred Hitchcock
Produktion Alfred Hitchcock
Drehbuch Frederick Knott
IMDB 8.2 (125519 Stimmen) Metascore
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Cover: Bei Anruf Mord
Der ehemalige Tennisprofi Tony Wendice hat ein Problem: Seine wohlhabende Frau Margot ist offenbar ein Verhältnis mit dem Krimiautor Mark Halliday eingegangen. Nachdem er Margots Handtasche gestohlen und einen darin befindlichen Liebesbrief von Mark gelesen hat, steht für ihn fest: Er muss seine Frau beseitigen, um an ihr Vermögen heranzukommen. Ohne ihr Geld könnte er seinen aufwändigen Lebensstil nicht finanzieren.

Geschickt manipuliert er seinen ehemaligen Studienkollegen, den Hochstapler Charles Swann, um ihn dazu zu bringen, seine Frau zu ermorden, während er selbst mit seinem Nebenbuhler einen Club besucht und so ein perfektes Alibi hat.

Er versteckt den Wohnungsschlüssel seiner Frau im Treppenhaus, damit Swann sich die Türe aufsperren kann. Er schärft ihm ein, den Schlüssel beim Verlassen der Wohnung unbedingt wieder am selben Ort zu verstecken. Zunächst scheint alles nach Plan zu verlaufen. Swann dringt zur verabredeten Zeit unbemerkt in die Wohnung ein. Tony ruft aus dem Club zu Hause an, um seine Frau ans Telefon zu locken. Als sie abhebt, versucht Swann sie mit einem Schal zu erwürgen. Margot wehrt sich jedoch verbissen und es gelingt ihr, Swann mit einer Schere zu erstechen. Tony hat am Telefon alles mit angehört. Als sich seine Frau wieder am Telefon meldet, ist klar, dass etwas schiefgegangen ist.

Tony muss nun schnell eingreifen. Er fährt nach Hause und überlegt sich fieberhaft einen neuen Plan. Noch bevor die Polizei kommt, nimmt er den Schlüssel, den er bei der Leiche von Swann findet, an sich und legt ihn unbemerkt in die Handtasche seiner Frau. Er verbrennt den Schal, mit dem Swann seine Frau ermorden wollte, im Kamin. Dann fälscht er geschickt einige Indizien, um bei der Polizei den Verdacht zu erwecken, Margot habe Swann vorsätzlich getötet, weil sie von ihm erpresst wurde. Vor dem Eintreffen der Polizei steckt Tony den Liebesbrief von Mark in die Anzugtasche des toten Swann. Bei der Anwerbung des Mörders hat er bereits dafür gesorgt, dass dessen Fingerabdrücke darauf zu finden sind. Da es auch keine Spuren für ein gewaltsames Eindringen des Täters gibt, sieht es so aus, als habe Margot ihn selbst in die Wohnung gelassen und wegen der Erpressung mit dem Liebesbrief erstochen.

Zum Schein verteidigt Tony seine Frau. Er wendet ein, er habe doch alles am Telefon mit angehört. Schließlich wirft er sogar der Polizei vor, Beweise gefälscht zu haben. Er spekuliert auch darauf, dass ihm ohnehin niemand glauben wird und man ihn für den verzweifelten Ehemann hält, der um das Leben seiner Frau kämpft. Tatsächlich wird Margot festgenommen und im folgenden Prozess zum Tode verurteilt. Es scheint, als habe Tony das perfekte Verbrechen begangen.

Mark erscheint am Tag vor der Hinrichtung bei Tony, um ihn zu überreden, die Tat auf sich zu nehmen. Er schlägt ihm vor, der Polizei zu sagen, er habe Swann dazu bringen wollen, Margot zu ermorden. Tony lässt sich nichts anmerken und erwidert, dass die Polizei ihm das wohl kaum glauben werde.

Als während des Gesprächs Inspektor Hubbard von Scotland Yard an der Tür klingelt, versteckt sich Mark im Schlafzimmer und stößt dabei auf einen Aktenkoffer voller Geld. Ihm wird nun klar, dass er mit seiner Geschichte richtig gelegen hat und das Geld für die Bezahlung des Auftragsmords bestimmt war. Er konfrontiert Tony und den Inspektor mit dem Geld. Doch wieder kann sich Tony herauswinden, indem er behauptet, dass Margot den Erpresser habe bezahlen wollen und er das Geld zurückgehalten habe, um seine Frau damit vor Gericht nicht zu belasten. Der Inspektor gibt sich zum Schein damit zufrieden.

In Wahrheit aber hegt er schon länger den Verdacht, dass mit Tonys Geschichte etwas nicht stimmt. Als er versucht hat, mit dem Schlüssel aus Margots Handtasche in die Tatwohnung zu kommen, ist ihm aufgefallen, dass dieser nicht passt. Tatsächlich handelte es sich um Swanns eigenen Wohnungsschlüssel. Er hat sich auch schon früh gewundert, dass der Tote überhaupt keinen Schlüssel bei sich hatte. Als Tony ihn dem toten Swann abgenommen und in Margots Tasche gesteckt hatte, war er in dem Glauben, es sei der Schlüssel seiner Frau, mit dem Swann in die Wohnung gekommen war. Dabei hatte er nicht bedacht, dass Swann den versteckten Schlüssel sofort nach dem Aufschließen wieder in das Versteck zurückgelegt hatte, wo er noch immer lag.

Der Inspektor stellt Tony nun eine raffinierte Falle: Er bringt ihn dazu, den verschwundenen Wohnungsschlüssel aus dem Versteck im Treppenhaus zu holen. Als er damit die Wohnungstüre aufsperrt, warten dort schon seine Frau Margot, Mark und der Polizeiinspektor auf ihn. Er hat sich selbst überführt.


Quelle: Wikipedia - Bei Anruf Mord


Andre Schneider