Die Nächte der Cabiria

Le Notti di Cabiria drama
Kinostart 16.10.1957
Schauspieler Giulietta Masina, François Périer, Amedeo Nazzari, Dorian Gray, Mario Passante, Polidor, Ennio Girolami, Franco Balducci, Franco Fabrizi, Aldo Silvani, Franca Marzi, Pina Gualandri, Christian Tassou, Jean Mollier, Riccardo Fellini, María Luisa Rolando, Amedeo Girardi, Loretta Capitoli, Mimmo Poli, Giovanna Gattinoni, Gianni Baghino, Ciccio Barbi, Jusy Boncinelli, Leo Cattozzo, Dominique Delouche, Edda Evangelista, Ines Ferrari, Elio Mauro, Nino Milano, Sandro Moretti, Sergio Parlato
Produktionsland Italy, France
Genre Drama
Regie Federico Fellini
Produktion Dino De Laurentiis
Drehbuch Federico Fellini, Pier Paolo Pasolini, Ennio Flaiano, Tullio Pinelli
IMDB 8.1 (36947 Stimmen) Metascore
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Cover: Die Nächte der Cabiria
Maria Ceccarelli, „Cabiria“ genannt, ist ein unscheinbares, naives Straßenmädchen aus Rom, das von ihrem Zuhälter verlassen wurde. Dieser hatte sie über Monate ausgenutzt und dann in einen Fluss gestoßen, um an ihre letzten Ersparnisse zu gelangen. Sie verbrennt daraufhin die Erinnerungsstücke an ihn. Trotz ihres Lebens als Prostituierte, der erlebten Enttäuschungen und des Mordversuchs glaubt sie fest an das Glück und die Liebe. Cabiria trifft auf Alberto, der Streit mit seiner Freundin hat. Der berühmte Schauspieler nimmt daraufhin amüsiert und als Lückenbüßer das Mädchen zu sich nach Hause. Als sich Cabiria Hoffnungen macht, kehrt jedoch Albertos Freundin zurück und sie muss die Nacht im Bad verbringen. Sie unternimmt mit ihren Berufskolleginnen eine Wallfahrt zu einer Madonna und erwähnt gegenüber einem Franziskanerbruder voller Trauer, dass sie sich nicht der Gnade Gottes teilhaftig fühle.

In einem Vorstadt-Varieté wird Cabiria von einem Hypnotiseur vor dem johlenden Publikum in Trance versetzt und teilt in diesem Zustand ihre Sehnsucht nach Liebe, Geborgenheit und Vertrauen mit. Dadurch macht sie die Bekanntschaft mit Oscar D’Onofrio. Der Mann gibt vor, ein braver Angestellter zu sein und Cabiria heiraten zu wollen. Sie ist überzeugt davon, dass Oscar der Mann ihrer Träume ist, und verkauft ihr schäbiges Haus, um mit ihm verreisen zu können. Als Cabiria an einem Abhang am Meer erkennt, dass sie wieder ausgenutzt wird, wirft sie Oscar enttäuscht und voller Angst ihre Tasche mit Geld vor die Füße und wälzt sich verzweifelt und schreiend im Laub und bittet ihn, sie umzubringen. Der nimmt das Geld und verschwindet. Nach diesem Ereignis kehrt Cabiria nach Rom zurück. Des Nachts macht sie dort die Begegnung mit einer fröhlichen Gesellschaft. Neue Hoffnung schöpfend schließt sie sich mit einem Lächeln den Menschen an. Wie Karl Löwith (Von Hegel zu Nietzsche) es formuliert hat: „Das wahre ‚Pathos‘ der Weltgeschichte liegt nicht nur in den klangvollen und imponierenden ‚Größen‘, mit denen sie es zu tun hat, sondern auch in dem lautlosen Leiden, welches sie über die Menschen bringt. Und wenn man etwas an der Weltgeschichte bewundern kann, dann ist es die Kraft, die Ausdauer und Zähigkeit, mit der sich die Menschheit aus allen Einbußen, Zerstörungen und Verwundungen immer neu wieder herstellt.“


Quelle: Wikipedia - Die Nächte der Cabiria


Andre Schneider