Zeugin der Anklage

Witness for the Prosecution crime, drama, mystery
Kinostart 06.02.1958
Schauspieler Tyrone Power, Marlene Dietrich, Charles Laughton, Elsa Lanchester, John Williams, Henry Daniell, Ian Wolfe, Torin Thatcher, Una O'Connor, Franklyn Farnum, Bess Flowers, William H. O'Brien, Jeffrey Sayre, Bert Stevens, Norma Varden, Francis Compton, Philip Tonge, Ruta Lee, Patrick Aherne, Marjorie Eaton, Colin Kenny, Ottola Nesmith, J. Pat O'Malley, George Pelling, Jack Raine, Molly Roden, Norbert Schiller, Ben Wright
Produktionsland USA
Genre Drama, Krimi, Mystery
Regie Billy Wilder
Produktion Arthur Hornblow, Jr. Edward Small
Drehbuch Agatha Christie, Larry Marcus, Billy Wilder, Harry Kurnitz
IMDB 8.4 (78449 Stimmen) Metascore
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Cover: Zeugin der Anklage
London im Jahr 1952: Der bekannte Londoner Strafverteidiger Sir Wilfrid Robarts übernimmt – gerade erst nach einem Herzinfarkt aus dem Krankenhaus entlassen – einen scheinbar aussichtslosen Fall, den der Solicitor Mayhew ihm andient. Sein Mandant, der arbeitslose, aber freundlich und etwas naiv wirkende Handelsvertreter Leonard Vole, wird beschuldigt, die reiche Witwe Emily French ermordet zu haben. Da die Witwe zuvor aufgrund einer gewachsenen Freundschaft ihr Testament zu seinen Gunsten geändert und ihm eine beträchtliche Summe zugedacht hat, hat er ein handfestes Motiv. Leonard Vole beteuert jedoch seine Unschuld, von dem Testament habe er nichts gewusst.

Während des Prozesses werden bei der Beweisaufnahme zunächst der Inspektor Hearne von Scotland Yard und danach Janet McKenzie, die alte und ergebene Haushälterin der Witwe als Zeugen der Anklage, die durch den Staatsanwalt Myers vertreten wird, vernommen. Sir Wilfrid gelingt es aber, die Glaubwürdigkeit beider Zeugen in Zweifel zu ziehen. Überraschend präsentiert die Anklage dann als dritte und letzte Zeugin die aus Deutschland stammende Ehefrau des Angeklagten, Christine. Sie tritt unter dem Namen Christine Helm auf, beweist, dass ihre Ehe mit Leonard Vole nicht gültig ist, widerlegt sein Alibi und belastet ihn mit ihrer Aussage schwer. Sie erscheint als kühl berechnende Frau, die ihren Mann abserviert und seine leidenschaftliche Liebe zu ihr ignoriert.

Sir Wilfrid, der Barrister Brogan-Moore und Mr. Mayhew versuchen alles, um auch diese Zeugin als unglaubwürdig darzustellen, doch die Stimmung im Gerichtssaal und bei den Geschworenenen tendiert trotzdem zur Schuld des Angeklagten. Als einzigen Zeugen der Verteidigung kann Sir Wilfrid nur den Angeklagten selbst aufbieten und muss ihn anschließend dem Kreuzverhör der Anklage überlassen, wobei weitere belastende Aspekte ans Licht kommen. Danach erscheint die Lage für Leonard ausweglos und seine Hinrichtung unabwendbar.

Am Abend vor der Urteilsverkündung spielt eine fremde Frau, die sich an Christine rächen will, Sir Wilfrid ein Bündel Briefe zu, die Christine an einen gewissen Max geschrieben hat und in denen sie schildert, dass sie eine Falschaussage plant, um Leonard loszuwerden und frei für Max zu sein. Durch dieses in letzter Minute vorgelegte neue Beweismaterial kann Sir Wilfrid Christines Glaubwürdigkeit als Zeugin zerstören und einen Freispruch erreichen. Jedoch kommen ihm Zweifel, da die Sache „zu glatt“ verlaufen sei.

Direkt nach der Urteilsverkündung kommt es zu mehreren überraschenden Wendungen: Sir Wilfrid unterhält sich im ansonsten leeren Gerichtssaal mit Christine und erfährt, dass sie tatsächlich Leonard leidenschaftlich liebt und nur deshalb als kaltblütige Zeugin der Anklage aufgetreten ist, um den Prozess gegen ihn zusammenbrechen zu lassen. Sie selbst war es, die am Abend zuvor in Verkleidung Sir Wilfrid die eigens dafür geschriebenen Briefe übergeben hat. Sir Wilfrid bewundert dieses geschickte Vorgehen. Gleich darauf stellt sich heraus, dass Leonard tatsächlich der Mörder ist und es Christine darum ging, die Tat zu verschleiern. Da Leonard wegen derselben Tat kein zweites Mal angeklagt werden kann, gesteht sie Sir Wilfrid alles. Kurz darauf betritt auch Leonard den Gerichtssaal und gesteht die Tat. Dann stellt Leonard überraschend eine junge Frau namens Diana als seine neue Verlobte vor und droht Christine mit einem Prozess wegen Meineids, falls sie ihn daran hindert. Christine gegenüber erklärt er, er habe ihr Leben in Deutschland gerettet und sie jetzt seines, sie seien also quitt. Christine ist zutiefst verletzt, und als Sir Wilfrid mit seinem Monokel einen Lichtreflex auf das noch im Saal liegenden Brotmesser wirft, ergreift sie es. Sie ersticht Leonard und wird sofort verhaftet. Tief bewegt kündigt Sir Wilfrid an, seinen geplanten Urlaub zu streichen, um ihre Verteidigung zu übernehmen.


Quelle: Wikipedia - Zeugin der Anklage


Andre Schneider