Solange es Menschen gibt

Imitation of Life drama
Kinostart 18.03.1959
Schauspieler Lana Turner, John Gavin, Sandra Dee, Robert Alda, Dan O'Herlihy, Ann Robinson, Troy Donahue, Jack Weston, Billy House, Bess Flowers, Susan Kohner, Juanita Moore, Karin Dicker, Terry Burnham, John Vivyan, Lee Goodman, Sandra Gould, David Tomack, Joel Fluellen, Maida Severn, Than Wyenn, Peg Shirley, Mahalia Jackson, George Barrows, Chuckie Bradley, Paul Bradley, Teddy Buckner, Joe Darensbourg, Mike De Lay, Cicely Evans, Myrna Fahey, Leota Lorraine, Forbes Murray, Eddie Parker, Eddie Smith, Napoleon Whiting
Produktionsland USA
Genre Drama
Regie Douglas Sirk
Produktion Ross Hunter
Drehbuch Allan Scott, Eleanore Griffin
IMDB 7.9 (13126 Stimmen) Metascore
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Cover: Solange es Menschen gibt
1947, am Strand von Coney Island. Lora Meredith ist eine verwitwete weiße Mutter. Die aus der Provinz nach New York gekommene Schauspielerin verliert ihre Tochter Susie im Strandgetümmel und bittet den Fotografen Steve Archer, den sie gerade kennengelernt hat, um Hilfe. Sie findet ihre Tochter schließlich in der Obhut der afro-amerikanischen Witwe Annie Johnson, die eine Tochter in Susies Alter hat: Sarah Jane. Sie ist bedeutend hellhäutiger als ihre Mutter, fast schon weiß. Da Annie in finanzieller Bedrängnis ist und keine Unterkunft hat, nimmt Lora sie bei sich auf und die beiden Frauen kommen überein, dass Annie tagsüber die Kinder versorgt, während Lora sich um eine Karriere als Schauspielerin am Broadway bemüht. Lora geht mehrmals mit Steve aus, als dieser sie heiraten will und von ihr verlangt, eine Schauspielkarriere um jeden Preis an den Nagel zu hängen, entscheidet sie sich für eine potentielle Karriere.

Nach einigen Misserfolgen schafft Lora ihren Durchbruch als Komödiantin. Sie wird die Geliebte des erfolgreichen Autors David Edwards. Wegen ihrer rücksichtslosen Ambitionen verliert Lora nicht nur die Liebe von Steve, sondern entfernt sich auch emotional von Susie, die in Annie einen Mutterersatz findet. Sarah Jane, die wegen ihrer helleren Hautfarbe für eine Weiße gehalten wird, verleugnet ihrerseits immer öfter ihre Herkunft von einer farbigen Mutter. Allmählich verachtet sie ihre Mutter, die aus ihrer christlichen Grundhaltung heraus bereit ist, Sarah Jane jede Demütigung zu verzeihen.

Zehn Jahre vergehen. Lora lebt in großem Luxus und jedes ihrer Stücke ist ein Erfolg. Doch sie fühlt eine innere Leere und sucht nach einer neuen Aufgabe. Sie lehnt einen Heiratsantrag von David ab und nimmt parallel das Angebot an, für eine sehr geringe Gage in Europa einen künstlerisch anspruchsvollen Film über die Liebe und die Komplexität menschlicher Beziehungen zu drehen. Auf einer Party trifft sie kurz vor der Abreise Steve wieder, der sie auffordert zu bleiben. Lora entscheidet sich dagegen, bittet Steve jedoch, auf Susie und Annie achtzugeben. Sarah Jane wird unterdessen von ihrem weißen Freund Frankie verprügelt, nachdem dieser von ihrer schwarzen Mutter erfahren hat. Nach diesen Erlebnissen bricht sie den Kontakt zu ihrer Mutter und zu Lora und Susie ab und arbeitet als Revuegirl. Annie macht sie ausfindig und versucht sie zur Rückkehr zu bewegen. Sarah Jane verleugnet ihre Mutter vor ihren Kolleginnen und bricht Annie damit das Herz.

Kaum ist Lora aus Europa zurück, bricht sich der lange unterdrückte Konflikt mit ihrer Tochter Bahn. Susie hat sich in Steve verliebt und wirft in einer dramatischen Auseinandersetzung ihrer Mutter vor, sie vernachlässigt zu haben. Lora ist außer sich. Sie rechnet Susie vor, wieviel Geld und Luxus sie ihrer Mutter zu verdanken habe. Am Ende nimmt Lora Steves Heiratsantrag an und Susie will in ein College an der Westküste gehen. Die Situation spitzt sich zu, als Annie, die seit dem Zerwürfnis mit ihrer Tochter kränkelt, im Sterben liegt. Auf dem Sterbebett bittet sie Lora, sich um Sarah Jane zu kümmern. Sie gibt letzte Anweisungen für ihr Begräbnis und stirbt. Lora ist vollkommen verzweifelt, erfüllt jedoch Annies letzte Wünsche. Das Begräbnis vereint alle Bekannten, die über die Jahre mit Annie und Lora in Kontakt gekommen sind. Nach einem Gospelsong wird Annies Sarg in den Leichenwagen geschoben, der von vier weißen Pferden gezogen wird, vor denen wiederum eine große Blaskapelle hergeht. Als sich der Zug in Bewegung setzt, kommt Sarah Jane, reißt den Wagen auf und wirft sich an den Sarg ihrer Mutter. Vergeblich, denn augenscheinlich zu spät, bittet sie um Vergebung. Der Film endet mit der Einstellung von Steve, Susie, Lora und Sarah Jane, die in einem Auto sitzen, das der Kutsche mit dem Sarg folgt. Sie halten einander bei der Hand, blicken aber alle in eine andere Richtung. Sarah Jane schmiegt ihren Kopf an Loras Schulter.


Quelle: Wikipedia - Solange es Menschen gibt


Andre Schneider