Für ein paar Dollar mehr

Per qualche dollaro in più western
Kinostart 10.05.1967
Schauspieler Clint Eastwood, Lee Van Cleef, Gian Maria Volonté, Joseph Egger, Mara Krupp, Klaus Kinski, Mario Brega, Aldo Sambrell, Luigi Pistilli, Benito Stefanelli, Roberto Camardiel, Luis Rodriguez
Produktionsland Italy, Spain, West Germany
Genre Western
Regie Sergio Leone
Produktion Arturo González, Alberto Grimaldi
Drehbuch Sergio Leone, Luciano Vincenzoni
IMDB 8.3 (193525 Stimmen) Metascore 74
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Cover: Für ein paar Dollar mehr
Colonel Douglas Mortimer ist mit der Eisenbahn unterwegs nach Tucumcari, das an der Grenze zu New Mexico liegt. Seine Kleidung weist ihn als Geistlichen aus. Da der Zug dort nicht hält, zieht er kurzerhand die Notbremse. Eine Drohung des Schaffners quittiert er lediglich mit einem müden Lächeln. Schnell wird klar, dass er ein Kopfgeldjäger ist, der den gesuchten Ganoven Guy Callaway in einer Bar aufstöbert und zur Strecke bringt. Als nächstes will er sich die Prämie für Baby Red Cavanagh holen. Vom Sheriff erfährt er, dass noch jemand hinter Cavanagh her sei: Ein Mann, dessen rechter Arm herunterhänge, woran er ihn erkennen könne. Diesmal hat Mortimer das Nachsehen, denn sein Konkurrent ist schneller, tötet den Banditen und kassiert die Prämie.

Der Zufall will es, dass der eiskalte Bandit El Indio von seiner Bande aus dem Staatsgefängnis befreit wird. Die Männer suchen Zuflucht in einer alten Kirchenruine, wo sie den Plan schmieden, die Bank von El Paso auszurauben, die als die sicherste der ganzen Gegend gilt, bewacht wie eine Festung. Dort deponiert Mortimer gerade sein Geld, lässt sich aber zuvor über die Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz des Banktresors informieren. Auch Monco hat von El Indios Ausbruch erfahren und trifft in El Paso ein. Ein erneutes Zusammentreffen der beiden Kopfgeldjäger ist unvermeidlich. Ein Schießduell der Extraklasse, das beiden vor Augen führt, dass sie einander ebenbürtig sind, bringt sie dazu, gemeinsame Sache zu machen und einen Pakt zu schließen; immerhin sind auf El Indios Kopf 10.000 Dollar ausgesetzt.

Doch El Indio ist gerissen und brutal und verfolgt einen Plan, wie er sich Monco vom Hals schaffen kann, denn Monco und Mortimer hatten beschlossen, El Indios Bande zu infiltrieren. Monco hatte sich zu dem Zweck als Lockvogel in die Bande eingeschlichen, nachdem er zuvor Sancho, einen von El Indios Leuten, aus dem Gefängnis befreit hatte. El Indio bleibt ihm gegenüber jedoch misstrauisch und schickt ihn zu einem fingierten Überfall nach Santa Cruz, um so freie Hand beim Überfall auf die Bank in El Paso zu haben. Einmal sollen so der Sheriff und seine Männer anderswo beschäftigt sein, zum anderen ist der Mann weit weg, dem er nicht traut. Der eiskalte Verbrecher trägt eine Spieluhr bei sich, die ein Gegenstück von Mortimers Uhr ist und das Foto einer Frau zeigt. Während er deren Antlitz betrachtet, ist erstmals so etwas wie eine menschliche Regung bei ihm zu beobachten. In Rückblenden wird klar, was es mit dieser Frau auf sich hat. El Indio, der die schöne Frau nicht für sich hatte gewinnen können, ermordete daraufhin ihren Mann und nahm sich die Frau mit Gewalt. Noch während der Vergewaltigung beging sie Selbstmord, unfähig, mit dieser Schmach weiterzuleben. Das hat auch Spuren bei ihm hinterlassen.

Doch Monco ahnt, was El Indio vorhat. Er entledigt sich seiner Begleiter, reitet allein nach Santa Cruz und zwingt den Beamten des Telegrafenamtes, eine falsche Nachricht nach El Paso zu funken. El Indio glaubt sich in Sicherheit, das Bankgebäude wird gesprengt, der Tresor verladen und weggeschafft. Was die Banditen nicht wissen können: Sie werden von Mortimer und Monco beobachtet und verfolgt. Im Gegenteil, Monco meldet sich aus Santa Cruz zurück, wo es ein Gemetzel gegeben haben soll, und Mortimer stellt sich El Indio als Geldschrankspezialist vor. Zum ersten Mal steht er dem Mann gegenüber, der seine Schwester in den Tod getrieben hat, eine Tragödie, die er nie verwunden hat.

In einem gewaltigen Showdown in der abgelegenen Kleinstadt Agua Caliente töten die Kopfgeldjäger die Banditen. El Indio wird von Mortimer in einem Duell besiegt und getötet. Ihm ging es in diesem Fall nicht um die Kopfgeldprämie, sondern einzig darum, die Ermordung seines Schwagers und die Vergewaltigung seiner Schwester und deren Tod zu rächen. Die Spieluhr war das Hochzeitsgeschenk des Colonels für seine Schwester, deren Melodie ist nun zu El Indios Todeslied geworden. So verzichtet Mortimer auch auf einen Großteil des Geldes aus der Beute aus dem Bankraub. Mortimer und Monco trennen sich in Freundschaft und Monco fährt mit einem Wagen voll steckbrieflich gesuchter und getöteter Verbrecher und mit dem Großteil der Beute aus dem Bankraub von El Paso zur nächsten Stadt, um die Kopfgelder für jene einzufordern.


Quelle: Wikipedia - Für ein paar Dollar mehr


Andre Schneider