Man nannte ihn Hombre

Hombre western
Kinostart 21.03.1967
Schauspieler Paul Newman, Fredric March, Richard Boone, Diane Cilento, Cameron Mitchell, Barbara Rush, Margaret Blye, Martin Balsam, David Canary, Val Avery, Peter Lazer, Skip Ward, Frank Silvera, Larry Ward, Linda Cordova, Pete Hernandez, Merrill C. Isbell
Produktionsland USA
Genre Western
Regie Martin Ritt
Produktion Irving Ravetch, Martin Ritt
Drehbuch Irving Ravetch, Harriet Frank Jr., Elmore Leonard
IMDB 7.4 (9414 Stimmen) Metascore 80
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Cover: Man nannte ihn Hombre
John Russell (Newman) ist ein weißer Mann, der von Apachen großgezogen wurde. Als er gerade dabei ist, eine Herde Wildpferde einzufangen, bekommt er Besuch von dem jungen Billy Lee Blake (Peter Lazar), der ihn auffordert, in dringender Angelegenheit seinen Bekannten Mendez (Martin Balsam) aufzusuchen. Dieser eröffnet ihm, dass sein Vater, der Besitzer einer Pension in der Kleinstadt Sweetmary, verstorben sei und er diese nun geerbt habe. Russell reist nach Sweetmary und versichert der Pächterin "Jessie" Brown (Diane Cilento), er werde kein zivilisiertes Leben unter Weißen führen, sondern die Pension für eine Pferdeherde verkaufen, und wolle nun in der nächsten größeren Stadt diesen Handel perfekt machen. Die Eisenbahnlinie hat Sweetmary noch nicht erreicht, aber die Postkutschenlinie, für die Mendez und Blake gearbeitet haben, hat bereits ihren Dienst eingestellt. Nur auf finanziell untermauertes Drängen von Audra Favor (Barbara Rush), die Frau eines Regierungsbeauftragten für indianische Angelegenheiten, wird eine letzte Reisegesellschaft für die einzige verbliebene Kutsche zusammengestellt: Russell; die nun arbeitslose "Jessie", der ihr Geliebter, Sheriff Braden (Cameron Mitchell), einen Korb gegeben hat; Billy Lee Blake mit seiner gelangweilten jungen Frau Doris (Margaret Blye); Dr. Favor (Fredric March) nebst Gemahlin sowie der finstere Cicero Grimes (Richard Boone) - der zuvor einem Kavalleristen (Larry Ward) dessen Ticket entwendet hat - reisen mit Mendez als Kutscher ab.

Audra fühlt sich durch den Indianer Russell gestört, der beim Zwischenstopp in der Station von Delgado (Val Avery) von Mendez höflich aufgefordert wird, den Passagierraum zu verlassen und auf dem Kutschbock mitzureisen. Außerdem erfährt man dort, dass sich verdächtige Reiter in der Nähe herumtreiben. Deshalb wird eine alternative Route gewählt, die sie zu einem verlassenen Bergwerk führt, an dem sie abermals ihr Lager aufschlagen. Bei dieser Rast zeigen sich weitere Risse in der Reisegesellschaft: Grimes agiert bedrohlich gegenüber den Mitreisenden und vergewaltigt beinahe die sich ihm aus Neugier genähert habende Doris. Russell sondert sich derweil - wohl im Wissen über kommendes Ungemach - von den anderen ab. Als die Gruppe weiterreist, wird sie wenig später von Banditen überfallen, deren Komplize und zugleich Anführer Grimes ist; zum Entsetzen von "Jessie" befindet sich auch Braden unter den Halunken. Sie rauben eine Summe von 12.000 Dollar, um die Favor die Apachen eines Reservats, für das er zuständig war, betrogen hat. Grimes flieht mit einem Teil der Banditen und Audra als Geisel, während zwei andere, auch noch die Wasserbehälter zerstören wollende Schurken - neben Braden der schon früher in einer Cantina mit Russell aneinandergeratene Lamar Dean (David Canary) - von Russell mit einem auf dem Kutschendach versteckten Gewehr erschossen werden. Die Reisegruppe, nun wieder im Besitz des auf Deans Pferd verstauten Geldes, flieht zu Fuß in die Berge, wobei Russell nur widerwillig die Führung übernimmt. Grimes und ein mexikanischer Komplize (Frank Silvera) setzen ihnen nach und geraten in einen Hinterhalt, aus dem heraus Russell und der darin nicht sehr geübte Mendez feuern, womit sie etwas Zeit gewinnen. Favor will die Kontrolle über das Geld und das letzte Wasser an sich reißen, doch er wird von Russell überwältigt und ohne Waffe und ohne Vorräte in die Wüste weggeschickt.

Die übrigen Fliehenden - Russell, Mendez, "Jessie", Billy Lee und Doris - treffen wieder im Bergwerk ein, in dem sie sich in Erwartung einer neuerlichen Attacke der sich die Dollar-Beute nicht entgehenlassen wollenden Grimes-Bande verstecken und verschanzen. Auch Favor hat, am Ende seiner Kräfte einfach umgekehrt, den Weg dorthin geschafft. Gegen Russells Willen macht "Jessie" den durstigen Indianer-Agenten auf sie aufmerksam, doch dadurch entdecken auch die gerade eintreffenden Banditen das Versteck. Grimes wird von Russell angeschossen, als er die Geisel gegen das Geld tauschen will. Schließlich binden die Banditen Audra in der prallen Sonne fest, um eine Entscheidung zu erzwingen. Niemand ist bereit, den Handel mit den Verbrechern auszuführen, bis sich schließlich "Jessie" ein Herz fasst und die zahlreichen Stufen hinunter zu den Banditen mit den Satteltaschen voller Dollars in Angriff nehmen will. Russell, der glaubt, dass diese mutige Geste nur eine letzte ultimative Aufforderung an ihn selbst als dem einzigen "Mann" der Eingeschlossenen gewesen ist, stellt sich am Ende resigniert den Banditen, jedoch nicht, ohne vorher das Geld gegen Schmutzwäsche ausgetauscht zu haben und dem jungen Billy klare Anweisungen zur Tötung des garantiert Hinterhältiges planenden Mexikaners zu geben. Es kommt zum Showdown, bei dem Russell zwar Grimes tötet, aber doch vom Mexikaner getroffen wird, weil Billy nicht feuern kann - ausgerechnet Audra befindet sich im Schussfeld. Russell stirbt, Mendez und "Jessie" stehen bedauernd bei ihm.


Quelle: Wikipedia - Man nannte ihn Hombre


Andre Schneider