Der Elefantenmensch

The Elephant Man biography, drama
Kinostart 10.10.1980
Schauspieler Anthony Hopkins, John Hurt, Anne Bancroft, John Gielgud, Wendy Hiller, Freddie Jones, Michael Elphick, Dexter Fletcher, Frederick Treves, Joan Rhodes, Tony London, Kathleen Byron, Kenny Baker, Robert Day, Hannah Gordon, Helen Ryan, John Standing, Lesley Dunlop, Phoebe Nicholls, Pat Gorman, Claire Davenport, Orla Pederson, Patsy Smart, Stromboli, Richard Hunter, James Cormack, Robert Lewis Bush, Roy Evans, Nula Conwell, Alfie Curtis, Bernadette Milnes, Brenda Kempner, Carol Harrison, Hugh Manning, Dennis Burgess, William Morgan Sheppard, Fanny Carby, Gerald Case, David Ryall, Deirdre Costello, Pauline Quirke, Chris Greener, Marcus Powell, Gilda Cohen, Lisa Scoble, Teri Scoble, Eiji Kusuhara, Patricia Hodge, Tommy Wright, Peter Davidson, John Rapley, Hugh Spight, Teresa Codling, Marion Betzold, Caroline Haigh, Florenzio Morgado, Victor Kravchenko, Beryl Hicks, Michele Amas, Lucie Alford, Penny Wright, Janie Kells, Lydia Lisle, Adam Caine
Produktionsland USA, UK
Genre Biographie, Drama
Regie David Lynch
Produktion Mel Brooks, Stuart Cornfeld, Jonathan Sanger
Drehbuch David Lynch, Christopher De Vore, Eric Bergren
IMDB 8.2 (194197 Stimmen) Metascore 77
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Cover: Der Elefantenmensch
London 1881: Auf einem Jahrmarkt trifft der Chirurg Frederick Treves John Merrick, einen Mann, der aufgrund seiner schrecklichen Deformationen als der Elefantenmensch bezeichnet und als Monster ausgestellt wird. Treves interessiert sich für Merrick, befreit ihn aus den Fängen des trinkenden Schaustellers und bringt ihn in ein Hospital. Die Reaktionen auf den durch jahrelange Misshandlungen völlig verstörten Elefantenmenschen reichen von Entsetzen und Furcht bis Neugier und Mitleid, so auch, als Treves ihn einer akademischen Gesellschaft vorführt. Der Rücken ist von Tumoren übersät, der rechte Arm stark deformiert und unbrauchbar (der reale Joseph Merrick litt vermutlich am Proteus-Syndrom). Am augenscheinlichsten ist der grotesk vergrößerte Schädel, der ihn zwingt, im Sitzen zu schlafen; im Liegen knickt unweigerlich seine Luftröhre zusammen und er würde im Schlaf ersticken. Der Chirurg ringt weiterhin darum, ihn im Hospital zu behalten, da sich der Direktor zunächst dagegen ausspricht. Doch als man feststellt, dass Merrick nicht wie angenommen „schwachsinnig“, sondern ein freundlicher, intelligenter und sensibler Mann ist, wird das Einverständnis für seinen Verbleib gegeben.

Merrick fängt nun an, sein geistiges Potenzial zu entfalten: Mit Unterstützung von Treves beginnt er wieder zu lesen, gewinnt an Sicherheit in der Sprache und stellt sein handwerkliches Geschick unter Beweis, als er einen Dom als Miniatur nachbaut, dessen Turmspitze er aus seinem Krankenzimmer sehen kann.

Im Laufe seiner langsamen geistigen Genesung im Hospital wird die Geschichte des Elefantenmenschen nun auch in der Londoner Gesellschaft bekannt. Eine berühmte Theaterschauspielerin besucht Merrick und unterhält sich mit ihm über eine Stelle aus Romeo und Julia. Sogar Königin Victoria interessiert sich für Treves Patienten und lässt ihn grüßen, worauf er im Hospital eine lebenslange Bleibe erhält.

Doch die Neugier an Merricks Schicksal erfasst nicht nur die gehobene Gesellschaft. Ein Nachtarbeiter des Krankenhauses nutzt die Gelegenheit aus und lässt Menschen aus den Gassen Londons gegen Geld einen Blick auf Merrick werfen. Eines Nachts eskaliert die Belustigung und Zurschaustellung: Die Gaffer stürmen in sein Zimmer, verwüsten es und verhöhnen Merrick. Unter den Schaulustigen ist auch sein ehemaliger Herr, der ihn wieder entführt und nach Paris auf einen Jahrmarkt verschleppt. Doch gelingt John Merrick mit Hilfe der anderen Artisten und Clowns die Flucht, und er kehrt mit dem Schiff wieder ins Hospital nach London zurück.

John Merrick sieht in dem Chirurgen Frederick Treves seinen Freund, doch kann dieser ihn von seinem Leiden nicht befreien. Als er und Treves gemeinsam in ein Theater gehen, wird er von den Besuchern mit einem Applaus bejubelt, da die Schauspielerin ihm nach dem letzten Akt ihren Dank ausspricht.

Nach dem Theaterbesuch begibt sich John in sein Bett zum Schlafen, doch anstatt sich wie sonst zu setzen, legt er sich flach auf den Rücken und erstickt im Schlaf. Gegenüber Treves hatte er einmal geäußert, dass es sein größter Wunsch sei, in einem Bett zu schlafen „wie normale Menschen“. In der letzten Sequenz erscheint ihm das Gesicht seiner Mutter im weiten All.


Quelle: Wikipedia - Der Elefantenmensch


Andre Schneider