Jenseits von Afrika

Out of Africa biography, drama, romance
Kinostart 20.12.1985
Schauspieler Meryl Streep, Robert Redford, Klaus Maria Brandauer, Michael Kitchen, Michael Gough, Suzanna Hamilton, Malick Bowens, Leslie Phillips, Benny Young, Iman, Joseph Thiaka, Stephen Kinyanjui, Rachel Kempson, Job Seda, Graham Crowden, Mike Bugara, Shane Rimmer, Mohammed Umar, Donal McCann, Kenneth Mason, Tristram Jellinek, Stephen B. Grimes, Annabel Maule, Sbish Trzebinski, Allaudin Qureshi, Niven Boyd, Peter Strong, Abdulla Sunado, Amanda Parkin, Muriel Gross, Ann Palmer, Keith Pearson, Maryam d’Abo
Produktionsland USA, UK
Genre Biographie, Drama, Liebe
Regie Sydney Pollack
Produktion Sydney Pollack
Drehbuch Kurt Luedtke
IMDB 7.2 (59144 Stimmen) Metascore
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Cover: Jenseits von Afrika
Der Film Jenseits von Afrika erzählt die wahre, in vielen Details aber angepasste Geschichte von Karen Blixen, die durch die Heirat mit ihrem Cousin Baron Bror von Blixen-Finecke 1913 nach Kenia auswanderte. Ihr Ehemann stellt sich als wenig geschäftstüchtig und untreu heraus. Karen ist gezwungen, die Kaffeeplantage selbständig zu managen, und findet in dem Großwildjäger Denys Finch Hatton die Liebe ihres Lebens.

Der Film beginnt in Dänemark, als sich die schon ältere Karen Blixen an die Jagd in Dänemark und anschließend an die in Afrika verbrachten Jahre (1914−1931) erinnert. Einen wichtigen Platz in ihren Erinnerungen nimmt Denys Finch Hatton ein, der Großwildjäger, dem sie bei ihrer Ankunft in Afrika begegnet.

Karen Blixen reist nach Afrika mit der Absicht, dort mit ihrem Mann, dem Baron Bror von Blixen-Finecke, eine Molkerei aufzuziehen. Doch es kommt anders: Der blaublütige, aber arme Baron hat ihre Mittel verbraucht, um eine Kaffeeplantage anstelle der Molkerei zu erwerben. Zudem zeigt er wenig Neigung, in dieser Plantage zu arbeiten, sondern zieht es vor, zu jagen. Obwohl die Heirat einvernehmlich als Zweckehe arrangiert war (Karens Familie ist vermögend, während der Baron einen Adelstitel einbringt), beginnt Karen jedoch eine gewisse Zuneigung zu ihrem Mann zu fassen und ist betrübt, als sie von seinen Seitensprüngen erfährt.

Schließlich zieht sich Karen eine Syphilis zu. Die damals sehr gefährliche Krankheit zwingt Karen, nach Dänemark zurückzukehren, um, da es noch kein Penicillin gab, eine Kur mit Arsphenamin zu machen. Der Film lässt vermuten, dass Karen von ihrem Mann angesteckt wurde. Laut Bonusmaterial der DVD war ihr Übel „genetisch“ bedingt und von ihrem Vater „ererbt“, der sich – an Syphilis leidend – das Leben nahm, als Karen erst zehn Jahre alt war. Allerdings ist die Syphilis eine Infektionskrankheit und kann nicht über Gene vererbt werden. Es ist somit wahrscheinlich, dass Karen sich bei ihrem Mann infizierte.

Nach ihrer Genesung und Rückkehr nach Afrika trennt sie sich von ihrem Ehemann und beginnt eine Beziehung mit Denys. Doch nach vielen misslungenen Versuchen, ihre Affäre in eine dauerhafte Beziehung zu wandeln, eventuell sogar in eine Ehe, muss Karen einsehen, dass Denys genauso wenig gezähmt werden kann, wie die afrikanischen Wildtiere. Sein möglicher Tod bei einem Flugzeugabsturz wird im Film durch eine Erzählung von gefangenen Massais angedeutet. Als Karen bei seiner Beerdigung in den Ngong-Bergen eine Handvoll Erde ins Grab werfen will, zögert sie, wendet sich dann von den anderen Europäern ab, indem sie sich mit der Hand durchs Haar fährt, nach Sitte der Eingeborenen.

Im Film ist Karen gezwungen, nachdem eine katastrophale Feuersbrunst die gesamte Kaffeeernte zerstört hatte, nach Dänemark zurückzukehren, wo sie zur Schriftstellerin wird und über ihre Erlebnisse in Afrika schreibt.

Der Film beschreibt die Geschichte in sechs locker miteinander verbundenen Episoden, unterbrochen durch Blixens Erzählung. Die letzte Episode – über Denys’ Begräbnis – stammt aus ihrem Buch Out of Africa, während die anderen, ihren sehr lyrischen Schreibstil nachahmend, explizit für den Film geschrieben wurden. Der oft langsame Fortgang des Films ist eine Anlehnung an das Buch, „die Eingeborenen mögen die Schnelligkeit nicht, so wie wir den Lärm nicht mögen…“ (zitiert aus: Out of Africa, S. 252).


Quelle: Wikipedia - Jenseits von Afrika


Andre Schneider