Das Leben der Anderen

Das Leben der Anderen drama, thriller
Kinostart 30.03.2007
Schauspieler Martina Gedeck, Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Ulrich Tukur, Thomas Thieme, Hans-Uwe Bauer, Volkmar Kleinert, Matthias Brenner, Charly Hübner, Herbert Knaup, Marie Gruber, Volker Michalowski, Werner Daehn, Martin Brambach, Hubertus Hartmann, Thomas Arnold, Hinnerk Schönemann, Paul Faßnacht, Ludwig Blochberger, Susanna Kraus, Fabian von Klitzing, Gitta Schweighöfer, Hildegard Schroedter, Inga Birkenfeld, Kai Ivo Baulitz, Bastian Trost, Paul Maximilian Schüller, Gabi Fleming, Michael Gerber, Harald Polzin, Sheri Hagen, Elja-Dusa Kedves, Philipp Kewenig, Jens Wassermann, Ernst-Ludwig Petrowsky, Manfred Ludwig Sextett, Ralf Ehrlich
Produktionsland Germany
Genre Drama, Thriller
Regie Florian Henckel von Donnersmarck
Produktion Florian Henckel von Donnersmarck, Max Wiedemann, Quirin Berg, Dirk Hamm
Drehbuch Florian Henckel von Donnersmarck
IMDB 8.5 (294368 Stimmen) Metascore 89
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Cover: Das Leben der Anderen
Im Ost-Berlin des Jahres 1984 wird der Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Kürzel HGW XX/7) damit beauftragt, in einem „Operativen Vorgang“ belastendes Material gegen den Theaterschriftsteller Georg Dreyman zu sammeln. Er hält den als „Staatsschriftsteller“ gefeierten Dramatiker selbst für beobachtenswert, ahnt aber nicht, aus welchem Motiv Kulturminister Bruno Hempf dieses Vorhaben unterstützt. Hempf will Dreyman ausschalten, um dessen unpolitische Lebensgefährtin, die Schauspielerin Christa-Maria Sieland, für sich allein zu gewinnen. Wiesler „verwanzt“ mit einem Trupp der Stasi die Wohnung, in der Dreyman und Sieland leben, und richtet auf dem Dachboden des Hauses eine Abhörstation ein. Dabei beobachtet er ein Treffen von Sieland und Hempf. Sein Vorgesetzter Grubitz weist ihn an, keine Informationen über den Minister zu sammeln, und stellt ihm einen Karriereschub bei erfolgreicher Observation in Aussicht. Wiesler ist enttäuscht darüber, dass sich der Operative Vorgang nicht gegen „Feinde des Sozialismus“ richtet, sondern privaten Zielen dient.

Als Sieland zu später Stunde von Hempf vor ihre Wohnung gefahren wird, lockt Wiesler ihren Lebensgefährten an die Haustür, um ihn so über die Affäre in Kenntnis zu setzen. Durch die Bespitzelung erhält Wiesler, alleinstehend und ohne nennenswertes Privatleben, Einblick in die Welt der Kunst und des offenen Geistes sowie in zwischenmenschliche Beziehungen, wie er sie selbst nicht pflegt. Dreymans Versuch, bei Minister Hempf für seinen Freund Albert Jerska, einen seit sieben Jahren mit Berufsverbot belegten Regisseur, ein gutes Wort einzulegen, ist ohne Erfolg geblieben. Nach dem Suizid Jerskas setzt sich der Schriftsteller ans Klavier und spielt die „Sonate vom Guten Menschen“, eine Klavier-Etüde, deren Niederschrift ihm Jerska zum Geburtstag geschenkt hat. Wiesler ist von der Musik sehr gerührt. Bald entwendet er aus Dreymans Wohnung einen Brecht-Band, den er in seiner Freizeit liest. In seinen Berichten schreibt er Belangloses und unterschlägt dabei die sich entfaltenden oppositionellen Aktivitäten Dreymans, dessen Einstellung zur Staatsführung sich verändert hat. Sieland hat sich unter dem Druck mit dem Minister eingelassen, leidet unter den regelmäßigen Treffen mit ihm und ist tablettenabhängig. In einer Kneipe sucht Wiesler das Gespräch mit ihr und ermutigt sie zur Ehrlichkeit. Statt die Nacht mit Minister Hempf zu verbringen, kehrt sie zu Dreyman zurück.

Ein Redakteur des bundesdeutschen Magazins Der Spiegel schmuggelt eine Schreibmaschine mit rotem Farbband ins Land und überlässt sie Dreyman. Der Dramatiker schreibt darauf, motiviert durch den Suizid seines Freundes Jerska, einen Bericht über die außergewöhnlich hohe, seit 1977 von den Behörden nicht mehr veröffentlichte Selbstmordrate in der DDR. Der Spiegel druckt den Text anonym ab. Die Westveröffentlichung erzürnt die Stasi-Führung. Von Sielands Rückweisung verletzt, ordnet Hempf ihre Festnahme und Verhör durch die Stasi an. Bei ihrer Vernehmung durch Grubitz kann sie dem Druck nicht standhalten, lässt sich als „IM“ anwerben und verrät Dreyman als Urheber des Spiegel-Artikels. Bei der folgenden Wohnungsdurchsuchung finden die Stasi-Beamten die Schreibmaschine jedoch nicht. Grubitz, der mittlerweile Zweifel an Wieslers Loyalität hat, setzt daraufhin ein erneutes Verhör von Sieland an, das von Wiesler durchgeführt und von ihm selbst überwacht wird. In diesem Verhör gibt die Schauspielerin das Versteck der Schreibmaschine preis. Noch vor der diesmal durch Grubitz durchgeführten Hausdurchsuchung eilt Wiesler zu Dreymans Wohnung und entfernt die Schreibmaschine. Als Grubitz zielgerichtet auf das Versteck zusteuert, kann Sieland, die nicht weiß, dass es inzwischen leer ist, die Scham des Verrats nicht mehr ertragen. Sie stürmt aus dem Haus, stellt sich vor einen zufällig vorbeifahrenden Lkw und wird tödlich verletzt. Ohne dafür Beweise zu haben, ist sich Grubitz sicher, dass Wiesler Dreyman geschützt hat, und er versetzt Wiesler innerhalb der Stasi auf einen eintönigen Posten bei der Briefüberwachung.

Als nach der Wiedervereinigung ein älteres Stück von Dreyman aufgeführt wird, begegnen sich der Schriftsteller und Hempf im Foyer. Dreyman fragt den Ex-Minister, warum man ihn nie überwacht habe, worauf Hempf antwortet, er sei komplett überwacht worden: „Schauen Sie mal bei Gelegenheit hinter Ihre Lichtschalter.“ Die Entdeckung der Mikrofone veranlasst Dreyman, bei der BStU Einsicht in seine Stasi-Akten zu nehmen. Den Überwachungsberichten kann er entnehmen, dass ihn der Stasi-Mitarbeiter „HGW XX/7“ gedeckt hat. Er macht Wiesler ausfindig, dessen Erwerbstätigkeit nun das Austragen von Wurfsendungen ist, nimmt aber keinen Kontakt zu ihm auf. Zwei Jahre später veröffentlicht Dreyman den Roman Die Sonate vom Guten Menschen. Wiesler, durch eine Schaufensterauslage der Karl-Marx-Buchhandlung in der Berliner Karl-Marx-Allee darauf aufmerksam geworden, liest darin „HGW XX/7 gewidmet, in Dankbarkeit“, und kauft das Buch. Auf die Frage des Verkäufers nach einer Geschenkverpackung antwortet er: „Nein. Das ist für mich.“


Quelle: Wikipedia - Das Leben der Anderen


Andre Schneider