Lucky # Slevin

Lucky Number Slevin crime, drama, mystery, thriller
Kinostart 07.04.2006
Schauspieler Josh Hartnett, Morgan Freeman, Ben Kingsley, Lucy Liu, Stanley Tucci, Bruce Willis, Mykelti Williamson, Danny Aiello, Kevin Chamberlin, Sam Jaeger, Dorian Missick, Peter Outerbridge, Corey Stoll, Daniel Kash, Oliver Davis, Jennifer Miller, Sebastien Roberts, Robert Forster, Janet Lane, Diego Klattenhoff, Rick Bramucci, Kwasi Songui, Bobby Brown, Matthew G. Taylor, Michael Rubenfeld, Scott Gibson, Dmitry Chepovetsky, Howard Jerome, J.D. Jackson, Shira Leigh, Nicholas Rice, Bernard Kay, Sam Stone, Darren Marsman, Gerry Mendicino, Rami Posner, Steve Lucescu, Victoria Barkoff, Victoria Fodor, Barbara Barnes-Hopkins, Alvin Powell, Judy Sinclair, David Wajcman, Sacha Sojic, Pascal Anctil
Produktionsland Germany, UK, USA, Canada
Genre Drama, Krimi, Mystery, Thriller
Regie Paul McGuigan
Produktion Christopher Eberts, Kia Jam, Tyler Mitchell, Anthony Rhulen, Chris Roberts
Drehbuch Jason Smilovic
IMDB 7.8 (287369 Stimmen) Metascore 53
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Cover: Lucky # Slevin
Der Film beginnt mit der Ermordung zweier Buchmacher durch Unbekannte. Die Täter nehmen ihre Bücher an sich. Dann wird gezeigt, wie ein unbekannter Mann einem ihm offenbar völlig Fremden eine Geschichte erzählt: Er erzählt ihm, wie im Jahr 1979 die Mafia ein Rennen mit dem Pferd Lucky Number Slevin durch ein „Apothekerhandicap“ manipulierte. Ein Mann namens Max erfuhr über eine Kette von Zwischenpersonen zufällig davon und wollte Gewinn machen. Das gedopte Pferd stürzte jedoch während des Rennens, und Max verlor nicht nur die Wette, sondern auch viel Geld, das er nicht zurückzahlen konnte. Die Drahtzieher der Manipulation ließen Max, seine Familie und seinen Buchmacher umbringen, um ein Zeichen zu setzen, dass man sich aus „ihren“ Wetten besser heraushält.

Der Protagonist Slevin Kelevra lernt in der Gegenwart des Films Lindsey kennen, deren Nachbar Nick Fisher verschwunden ist und dessen Verschwinden sie im Stil eines Hobbydetektives aufklären möchte. Slevin bewohnt zu diesem Zeitpunkt die Wohnung seines Freundes Nick, den er nach eigener Aussage in der Wohnung treffen wollte. Kurz danach wird Slevin von Gangstern entführt und zum Boss gebracht, dem Chef einer Mafiaorganisation. Dieser hält Slevin irrtümlich für Nick Fisher und will von ihm die ausstehende Schuld von 96.000 Dollar eintreiben. Der Boss schlägt vor, ihm die Schuld zu erlassen, wenn Slevin den Sohn des Rabbis tötet. Der Boss handelt auf diese Weise, weil er denkt, er sei in Zugzwang. Er denkt, der Rabbi hätte seinen Sohn umbringen lassen, um die Position des Bosses zu schwächen. Etwas später, als Slevin wieder in Nicks Wohnung ist, wird er erneut entführt, diesmal von zwei Juden, die ihn zum Rabbi bringen, der direkt seinem Feind gegenüber in einem Penthouse wohnt. Der Rabbi verwechselt Slevin zunächst ebenfalls mit Nick Fisher – der auch dem Rabbi Geld schuldet, diesmal 33.000 Dollar –, merkt aber rasch, dass Slevin nicht der wahre Fisher sein kann. Der Rabbi verlangt von ihm trotzdem die Rückzahlung des Geldes, damit eine Vereinbarung mit dem Killer Goodkat nicht gefährdet wird.

Nachdem der Zuschauer lange im Dunkeln getappt ist, stellt sich heraus, dass am Filmanfang gezeigt wurde, wie Kelevras Eltern getötet wurden, als er noch ein Kind war. Der Mord wurde gemeinsam vom Boss und dem Rabbi durchgeführt, die damals noch Freunde und Geschäftspartner waren. Der Killer Goodkat wurde extra angeheuert, um den damals noch unbekannten kleinen Slevin zu töten, weil das sonst keiner machen wollte. Aber er verschonte den Jungen heimlich und sorgte fortan für ihn. Indem Slevin den Namen Slevin Kelevra benutzt, verweist er einerseits auf das Pferd Lucky Number Slevin, welches das Schicksal seiner Eltern besiegelte, und andererseits auf die Verwicklung der Mafia und den Killer Goodkat. Kelevra ist hebräisch (eigentlich kelev ra) und bedeutet böser Hund. Kelevra und Goodkat planten gemeinsam, den Rabbi und den Boss aus Rache für die Tötung von Slevins Familie zu beseitigen. Weil sich dies als äußerst schwierig erwies, starteten sie ein Ablenkungsmanöver, das Goodkat als Kansas City Shuffle bezeichnet. Zunächst suchten sie eine Person, die bei beiden Bossen hohe Schulden hat. Um an die Schuldenübersichten zu kommen, töteten Slevin und Goodkat ganz zu Beginn des Films je einen Buchmacher vom Boss und vom Rabbi. So fanden sie den gesuchten Doppelschuldner: Nick Fisher, dessen Tötung durch Goodkat man zu Beginn des Films sieht. Danach wurde der Sohn vom Boss durch Slevin getötet, damit der Vater abermals Goodkat anheuern und ihn diesmal mit der Tötung des vermeintlichen Mörders beauftragen würde. Goodkat gab vor, dass der Rabbi den Sohn des Boss habe töten lassen. Daher wollte der Boss jetzt den Sohn des Rabbis aus Rache umbringen lassen. Um nicht noch einen Killer bezahlen zu müssen, ließ der Boss auf Goodkats Vorschlag hin Slevin, den er für seinen Schuldner Nick Fisher hält, zu sich kommen, und zwang ihn, den Sohn des Rabbi als Gegenleistung umzubringen.

Goodkat und Slevin töten in Zusammenarbeit den Sohn des Rabbi. Schließlich kehrt Slevin zum Rabbi zurück – angeblich, um ihm das geschuldete Geld zu bringen. Dabei schlägt er ihn bewusstlos und bringt ihn dann in das Penthouse vom Boss. Dieser ist in der Zwischenzeit von Goodkat unschädlich gemacht worden. Die Mafiachefs werden dann im Haus des Boss über den Grund ihres bevorstehenden Todes aufgeklärt und auf dieselbe Art umgebracht, wie auch der Vater von Slevin getötet wurde: Sie ersticken jeweils durch eine Plastiktüte, die über ihre Köpfe gestülpt und am Hals verklebt wird.

Goodkat macht sich auf, um auch Lindsey zu töten, da diese ihn als „Smith“ fotografiert hatte, was seine Tätigkeit als unerkannten Profikiller gefährdet. Das geschieht im Einverständnis mit Slevin, obwohl dieser mit ihr während der „Ermittlungen“ und den Vorbereitungen, den Sohn des Rabbis zu töten, eine Beziehung eingegangen ist. Slevin und Lindsey täuschen ihren Tod deswegen mit einer Schutzweste und Blutattrappenbeuteln unter der Kleidung nur vor, da Goodkat immer zwei zielsichere Schüsse in die Brust abfeuert. Wie sich herausstellt, wusste Goodkat jedoch von dieser Finte und überrascht darum die beiden im selben Raum, in welchem er am Anfang Nick Fischer durch Genickbruch getötet hat. Als Slevin ihn überrascht fragt: „Wie hast du es herausgefunden?“ antwortet Goodkat: „Ich bin ein Weltklassekiller, du Komiker. Wie hab ich das wohl herausgefunden?“ Er akzeptiert nun aber die Tatsache, dass die beiden eine Beziehung eingegangen sind, wohl auch um die Abnabelung von ihm selbst einzuleiten, da er ja nie sein richtiger Vater war und seinem Schützling lediglich dabei half, jahrzehntelang dessen Rache vorzubereiten.

Außerdem stellt sich heraus, dass der leitende Polizist, der fast den ganzen Film über die Ermittlungen in die Richtung der Mafiabosse leitet und sich die ganze Zeit fragt, wer eigentlich Slevin ist, selbst der Killer ist, der Slevins Mutter erschossen hat. Folgerichtig wird auch er am Ende von Slevin, der sich auf der Rückbank des Wagens des Polizisten versteckt hatte, erschossen, um seine Rache zu vollenden.


Quelle: Wikipedia - Lucky # Slevin


Andre Schneider