No Country for Old Men

No Country for Old Men crime, drama, thriller
Kinostart 21.11.2007
Schauspieler Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly Macdonald, Garret Dillahunt, Tess Harper, Barry Corbin, Stephen Root, Rodger Boyce, Beth Grant, Ana Reeder, Kit Gwin, Zach Hopkins, Gene Jones, Myk Watford, Kathy Lamkin, Johnnie Hector, Margaret Bowman, Thomas Kopache, Jason Douglas, Doris Hargrave, Mathew Greer, Trent Moore, Luce Rains, Josh Meyer, Chris Warner, Brandon Smith, Richard Jackson, Josh Blaylock, Chip Love, Eduardo Antonio Garcia, Boots Southerland, Rutherford Cravens, Matthew Posey, George Adelo, Marc Miles, Philip Bentham, Eric Reeves, Roland Uribe, Caleb Jones, Dorsey Ray, Angel H. Alvarado Jr., David A. Gomez, Milton Hernandez, John Mancha, Scott Flick, Elizabeth Slagsvol, Angelo Martinez
Produktionsland USA
Genre Drama, Krimi, Thriller
Regie Ethan Coen, Joel Coen
Produktion Ethan Coen, Joel Coen, Robert Graf, Scott Rudin
Drehbuch Cormac McCarthy, Ethan Coen, Joel Coen
IMDB 8.1 (706059 Stimmen) Metascore 91
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Cover: No Country for Old Men
Die Handlung spielt im Jahr 1980 im Westen von Texas. Sheriff Ed Tom Bell ist Gesetzeshüter in der dritten Generation im Terrell County. In einem Eröffnungsmonolog erinnert er sich an die alte Zeit und räumt ein, dass er die Gewalttätigkeit der heutigen Zeit nicht mehr verstehe. Im Anschluss sieht man, wie der Auftragsmörder Anton Chigurh einen Polizisten erwürgt, um sich aus der Haft zu befreien, und danach einen unbeteiligten Autofahrer ermordet, um in Besitz seines Fahrzeugs zu kommen.

Bei der Jagd auf Gabelböcke stößt der Vietnamkriegsveteran Llewelyn Moss unterdessen in der Wüste auf den Schauplatz eines gescheiterten Drogenhandels, bei dem Banditen einander erschossen haben. Er entdeckt einen Verwundeten, der zu verdursten droht, eine große Wagenladung Heroin aus Mexiko und in einiger Entfernung einen weiteren Toten neben einem Koffer mit zwei Millionen Dollar. Moss nimmt den Koffer an sich und bringt ihn nach Hause zu seiner Frau Carla Jean, nicht ahnend, dass sich darin auch ein Peilsender befindet. Als Moss nachts in die Wüste zurückkehrt, um dem Verwundeten Wasser zu bringen, tauchen plötzlich Mexikaner auf und schießen auf ihn. Moss kann entkommen, muss jedoch sein Auto zurücklassen. Er befürchtet, dessen Kennzeichen könnte die Verfolger zu ihm führen.

Fortan befindet sich Moss auf der Flucht vor den Mexikanern, dem Auftragsmörder Chigurh sowie dem amtsmüden Sheriff Bell, der Moss und seine Frau beschützen will. Chigurh, von konkurrierenden mexikanischen Banden und der amerikanischen Mafia engagiert, geht dabei besonders brutal vor; er tötet im Laufe der Zeit mehrere Menschen, wobei er sich eines pneumatisch betriebenen Bolzenschussgeräts und einer schallgedämpften Selbstladeflinte (Remington Arms 11-87) bedient. Moss bringt zunächst seine Frau in Sicherheit. Es gelingt ihm auch, seine Jäger wiederholt zu überlisten. Bis er den Peilsender entdeckt hat, hat Chigurh ihn jedoch bereits erneut aufgespürt. Bei einem Schusswechsel kann er Chigurh am Bein verwunden und selbst schwer verletzt entkommen. Moss wirft den Geldkoffer an der mexikanisch-texanischen Grenze über einen Zaun in ein Ufergebüsch und lässt sich danach in einem mexikanischen Krankenhaus versorgen. Chigurh bringt vor einer Apotheke als Ablenkungsmanöver ein Auto zur Explosion, um sich notwendige Medikamente zu beschaffen und seine Schusswunde selbst zu versorgen.

Die Mafia beauftragt nun Carson Wells, einen Vietnam-Veteranen, Auftragsmörder und Bekannten von Chigurh, diesen zu töten und das Geld wiederzubeschaffen. Wells spürt Moss innerhalb kürzester Zeit auf, besucht ihn im Krankenhaus und bietet ihm Hilfe gegen Chigurh an im Tausch gegen den Geldkoffer. Chigurh überrascht Wells jedoch in dessen Hotel mit vorgehaltener Waffe. Während einer kurzen Unterhaltung der beiden ruft Moss an, wahrscheinlich um Wells’ Unterstützung anzunehmen. Doch Chigurh erschießt Wells und droht Moss damit, seine Frau zu töten, sollte er nicht sofort das Geld erhalten. Er fügt hinzu, dass er Moss ohnehin töten werde; er könne nur noch seine Frau retten. Moss geht darauf nicht ein und verabredet mit seiner Frau telefonisch, sich mit ihr in El Paso in einem Motel zu treffen. Als Carla Jean sich in Begleitung ihrer redseligen Mutter auf der Reise nach El Paso befindet, verrät letztere nichtsahnend einem der mexikanischen Gangster das Ziel der Reise. Daraufhin suchen diese Moss auf und erschießen ihn kurz vor der Ankunft seiner Frau. Ob die Mexikaner den Koffer mit dem Geld bei ihm gefunden haben, bleibt offen. Das mit einem Bolzenschussgerät geknackte Schloss sowie eine vor dem offenen Lüftungsschacht liegende Münze deuten aber darauf hin, dass auch Chigurh nach der Tat am Tatort gewesen ist und er das Geld gefunden hat.

Später sucht Chigurh Carla Jean auf und sagt, dass er sie töten müsse, weil er es ihrem Ehemann versprochen habe. Sie antwortet ihm, er müsse es nicht tun, worauf er ihr das Werfen einer Münze anbietet. In gleicher Weise bot er dies schon früher einem unbeteiligten Tankwart an, und dieser gewann die Wette. Jean besteht aber darauf, dass er selbst die Entscheidung treffen solle. Ihr Schicksal bleibt für den Zuschauer zwar ungewiss; beim Verlassen des Hauses jedoch überprüft Chigurh seine Fußsohlen, wie er es, um keine Blutspuren zu hinterlassen, bereits nach anderen Morden getan hat. Wenige Augenblicke später wird Chigurh in einen Autounfall verwickelt. Er erleidet einen offenen Armbruch, kann sich aber noch vor Eintreffen der Polizei vom Unfallort entfernen.

Am Ende des Films führt Sheriff Bell, der inzwischen in den Ruhestand gegangen ist, ein Gespräch mit seiner Frau. Er berichtet ihr von seinen Träumen der letzten Nacht: Sein verstorbener Vater, der ebenfalls Sheriff war, gab ihm im Traum auf der Straße Geld und ritt auf einem Pferd einen verschneiten Bergpfad empor. Schweigend trug er ein Kuhhorn, das mit Glut „hell wie der Mond“ gefüllt war, zum Berggipfel. Damit schließt die Erzählung an den Beginn des Films an: Der Sheriff erzählt aus dem Off von den guten alten und den schlechten neuen Zeiten seiner Arbeit: „Kein Land zum Altwerden“ („no country for old men“).


Quelle: Wikipedia - No Country for Old Men


Andre Schneider