Black Swan

Black Swan drama, thriller
Kinostart 17.12.2010
Schauspieler Natalie Portman, Vincent Cassel, Barbara Hershey, Mila Kunis, Chris Gartin, Winona Ryder, Sebastian Stan, Janet Montgomery, Toby Hemingway, Kristina Anapau, Ksenia Solo, Shaun O'Hagan, Adriene Couvillion, Marty Krzywonos, Kurt Froman, Patrick Heusinger, Tim Lacatena, Matthew Nadu
Produktionsland USA
Genre Drama, Thriller
Regie Darren Aronofsky
Produktion Scott Franklin, Mike Medavoy, Arnold Messer, Brian Oliver
Drehbuch Andres Heinz, Mark Heyman
IMDB 8 (609533 Stimmen) Metascore 79
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Cover: Black Swan
Ein New Yorker Ballettensemble will Tschaikowskis Schwanensee neu inszenieren, wobei die Rollen des weißen und des schwarzen Schwans von derselben Tänzerin verkörpert werden sollen. Außerdem wird für Beth MacIntyre, die alternde Primaballerina des Ensembles, eine Nachfolgerin gesucht. Die ehrgeizige und disziplinierte Ballerina Nina Sayers kämpft darum, die Doppelrolle zu erhalten. Ihr Tanzdirektor Thomas Leroy aber zögert noch. Er räumt ein, dass sie zwar die Rolle des unschuldigen weißen Schwans schon perfekt beherrsche, bemängelt jedoch, dass es ihr für den verführerischen schwarzen Schwan noch an Leidenschaft und Sinnlichkeit fehle. Als Nina ihn in seinem Büro besucht, um ihre Chancen auf die Rolle zu steigern, eröffnet Leroy ihr, er habe sich bereits für die Tänzerin Veronica als Schwanenkönigin entschieden. Nina will sich zurückziehen, worauf sich Leroy überrascht zeigt, dass sie ihn nicht überzeugen möchte. Er hält ihr einen Vortrag darüber, was Nina seiner Ansicht nach fehlt. Dann zieht er sie an sich und zwingt ihr einen leidenschaftlichen Kuss auf, den sie abwehrt, indem sie ihn in die Lippe beißt. Kurz darauf erfährt sie, dass Thomas sie nun doch für die Rolle der Schwanenkönigin ausgewählt hat.

Nina lebt allein mit ihrer Mutter Erica, die ebenfalls Tänzerin war, sich dann aber mit dem Choreographen einließ, mit Nina schwanger wurde und ihren Beruf aufgeben musste. Vor diesem – von ihr als Fehler empfundenen – Schicksal will Erica ihre Tochter bewahren und erzieht sie zu rigider Perfektion, damit die Tochter einmal erreicht, was die Mutter nicht erreichen konnte. Nina wird auf einem Empfang den Gönnern des Balletts als rising star vorgestellt, während Beth verabschiedet wird. Diese zeigt sich über ihr Karriereende sehr enttäuscht und behauptet, Nina habe eine sexuelle Beziehung mit Leroy. Nach dem Empfang bittet Leroy Nina zu sich nach Hause und fragt sie über ihr Sexualleben aus. Er trägt ihr auf, sich selbst zu befriedigen, um den leidenschaftlichen schwarzen Schwan gut spielen zu können. Am nächsten Tag erfährt Nina, dass Beth einen Autounfall hatte.

Unter dem zunehmenden Druck verschlimmert sich Ninas Dermatillomanie; sie kratzt sich nachts im Schlaf unbewusst die Schulter blutig und beginnt zu halluzinieren. Sie entwickelt eine Paranoia und glaubt, dass Lily, die neue Tänzerin im Ballettensemble, ihr die Rolle wegnehmen wolle. Lily wundert sich über Ninas Vorwürfe und will sich mit ihr aussprechen. Eines Abends steht sie vor Ninas Tür und will mit ihr ausgehen. Nina geht gegen den Willen ihrer Mutter mit in eine Bar, probiert von Lilys Drogen, um entspannter zu werden, und beginnt hemmungslos zu tanzen sowie sich im Laufe des Abends mit verschiedenen Männern einzulassen. Zwischen den stroboskopischen Lichtblitzen sieht sie plötzlich ihr als schwarzer Schwan geschminktes Gesicht aufblitzen. Später erlebt sie zunächst im Taxi, dann zu Hause in ihrem Schlafzimmer erotische Begegnungen mit Lily, die sich ekstatisch mehrmals in Ninas „dunkles“ Alter Ego verwandelt. Was davon real und was Halluzination ist, bleibt unklar. Am nächsten Morgen verschläft Nina, erwacht allein und eilt zur Ballettprobe. Dort stellt sie fest, dass Lily in ihrer Abwesenheit in einer Durchlaufprobe den schwarzen Schwan tanzt und dafür von Leroy gelobt wird. Von Nina zur Rede gestellt und befragt, warum sie am Morgen einfach kommentarlos verschwunden sei und Nina nicht rechtzeitig geweckt habe, beteuert Lily, nichts zu wissen und die Nacht mit einem der Männer aus der Bar verbracht zu haben.

Ninas Halluzinationen treten immer häufiger auf. Als sie eines Abends nach Hause kommt, hört und sieht sie die Fotos ihrer Mutter reden. Sie bemerkt, dass sich die Wunde an ihrer Schulter verschlimmert hat, und zieht eine blutige, schwarze Feder daraus hervor. Ihre Augen verfärben sich rot, und ihre Beine verwandeln sich in die eines Schwans, wodurch sie stolpert und sich den Kopf an der Bettkante stößt.

Am nächsten Tag, dem Tag der Premiere, hat Ninas Mutter sie im Theater krank gemeldet und in ihrem Zimmer eingeschlossen. Als Nina erwacht, zwingt sie ihre Mutter mit Gewalt, sie aus dem Haus zu lassen. Sie eilt zur Premiere und erfährt, dass Leroy bereits Lily gebeten hat, die Schwanenkönigin zu tanzen. Doch Nina kann ihn in ungewohnt selbstsicherem Ton davon überzeugen, dass sie sehr wohl in der Lage sei, den Part selbst zu spielen, und bereitet sich für ihren Auftritt vor. In der Pause findet sie in ihrer Garderobe Lily vor, die das Kostüm des schwarzen Schwans trägt und ihr anbietet, den schwarzen Schwan für sie zu übernehmen. Die beiden streiten sich, bis Nina Lily gegen den Garderobenspiegel schleudert und ihr eine lange Spiegelscherbe in den Bauch stößt. Lily verblutet auf dem Boden der Garderobe. Nina versteckt die Leiche im Badezimmer, dann geht sie zurück auf die Bühne. Wie in Trance tanzt sie den schwarzen Schwan immer hingebungsvoller, bis ihr langsam schwarze Schwanenflügel zu wachsen beginnen. Das Publikum ist begeistert.

Nach Ninas Abtritt klopft Lily an ihre Garderobentür, um zu ihrer Leistung zu gratulieren. Offensichtlich war auch Lilys Tod nur eine von Ninas Halluzinationen. Der Garderobenspiegel ist zwar tatsächlich zerbrochen, aber Nina bemerkt, dass sie tatsächlich nicht Lily erdolcht, sondern die Glasscherbe sich selbst in den Bauch gestoßen hat. Schwer verwundet begibt sie sich für den letzten Akt auf die Bühne. Der weiße Schwan und sein Tod gelingen ihr perfekt. Der Applaus ist grenzenlos. Ob Nina ihre Verletzung überlebt, bleibt offen.


Quelle: Wikipedia - Black Swan


Andre Schneider