In einer besseren Welt

Hævnen drama, romance
Kinostart 26.08.2010
Schauspieler Mikael Persbrandt, Trine Dyrholm, Ulrich Thomsen, William Jøhnk Nielsen, Markus Rygaard, Satu Helena Mikkelinen, Simon Maagaard Holm, Anette Støvelbæk, Birthe Neumann, Paw Henriksen, Jesper Lohmann, Bodil Jørgensen, Kim Bodnia, Rikke Louise Andersson, Lars Kaalund, Odiege Matthew, Stig Hoffmeyer, Tina Gylling Mortensen, Wil Johnson, Eddy Kimani, Emily Mulaya, Gabriel Muli, June Waweru, Mary Ndoku Mbai, Dynah Bereket, Elsebeth Steentoft, Camilla Gottlieb, Emil Nicolai Helms, Martin Buch, Toke Lars Bjarke, Preben Harris, Lucas Oliver Nyman, Godfrey Ojiambo, Evans Muthini, Nancy Akoth, Camilla Bendix, Alberte Blichfeldt, Peter Flyvholm, Lars Bom, Susanne Juhász, Trice Angie Christiansen, Peter Frederiksen
Produktionsland Denmark, Sweden
Genre Drama, Liebe
Regie Susanne Bier
Produktion Sisse Graum Jørgensen
Drehbuch Susanne Bier, Anders Thomas Jensen
IMDB 7.7 (35091 Stimmen) Metascore 65
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Cover: In einer besseren Welt
Zentrale Figur des Films ist der aus Schweden stammende Arzt Anton, der in einem sudanesischen Flüchtlingslager arbeitet und dort bei den Kindern sehr beliebt ist. Per Skype hält er Kontakt zu seinem zwölfjährigen Sohn Elias, der in der Schule gemobbt und als „Rattengesicht“ bezeichnet wird. Von Marianne, der Mutter des Sohns, lebt Anton getrennt. Das bedauert er, als er auf einem Heimaturlaub merkt, wie sehr Elias darunter leidet. Elias findet in Christian, der mit seinem kürzlich verwitweten Vater aus London zugezogen ist, einen Freund. Auch der hat ein Problem und ist zu seinem Vater verschlossen und aggressiv. Wie sich später für die Zuschauer und auch den Vater erschließt, hält er diesen für einen Lügner, weil er Christian immer wieder sagte, die Mutter werde ihre Krebserkrankung überleben, und er glaubt, dass sein Vater Trauer nur heuchle, weil er am Ende das Sterben der Mutter wollte. Als Christian beobachtet, wie der Anführer der Mobber-Clique Elias in die Schultoilette folgt, überfällt er den Jungen, schlägt ihn mit der Fahrradpumpe zusammen und presst ihm mit an die Kehle gehaltenem Messer das Versprechen ab, Elias in Ruhe zu lassen. Der Polizei gegenüber bestreiten Christian und Elias, dass ein Messer benutzt wurde. Christian schenkt das Messer Elias als Symbol ihrer Freundschaft.

Elias hat einen kleinen Bruder, der sich auf einem Spielplatz mit einem anderen Jungen streitet. Anton bringt die beiden auseinander, wird dann aber von Lars, dem Vater des anderen Jungen, angegriffen und geohrfeigt, weil er dessen Kind angefasst hat. Elias und Christian können nicht verstehen, dass Anton sich das hat gefallen lassen. Darum sucht Anton mit den Kindern Lars auf und stellt ihn zur Rede, wobei er jedoch erneut Ohrfeigen kassiert. Anton versucht den Jungen klarzumachen, dass Lars der moralische Verlierer dieser Auseinandersetzung ist. Das kann vor allem Christian nicht akzeptieren, dessen Hass auf den eigenen Vater in Lars ein geeignetes Ersatzobjekt findet. Als er in der Werkstatt des Großvaters alte Feuerwerkskörper findet, plant er, aus Rache zusammen mit Elias eine Bombe zu bauen und Lars’ Auto in die Luft zu sprengen. Dies widerspricht zutiefst Antons Idealen und bringt Elias in einen so schweren moralischen Konflikt, dass die Freundschaft beinahe daran zerbricht. Erst als sein Versuch scheitert, beim Vater Hilfe zu finden, der wieder in Darfur ist, entschließt er sich doch noch zum Mitmachen. Seine Bedenken, keine Menschen zu gefährden, scheinen ausgeräumt, weil am frühen Sonntagmorgen noch niemand auf der Straße sei.

Anton muss mehrfach das Leben junger Frauen retten, die schwanger waren und denen Big Man, ein sadistischer Warlord, das Kind aus dem Leib geschnitten hat. Als nun dieser Unmensch mit einer schweren und bereits von Maden wimmelnden Beinwunde seine Hilfe braucht, verweist Anton zunächst einmal alle Bewaffneten und Autos aus dem Lager. Dann versorgt er die Wunde von Big Man, obgleich seine Mitarbeiter die Hilfe verweigern. Als der Verwundete wieder auf Krücken gehen kann, trägt er Anton seine Freundschaft an, äußert sich aber zynisch über eine soeben gestorbene junge Patientin. Daraufhin verjagt Anton ihn aus dem Lager und greift nicht ein, als er merkt, dass Big Man von aufgebrachten Opfern gelyncht wird.

Christian bringt wie geplant seine Bombe unter Lars’ Van und zündet die Zündschnur. Doch als Elias zwei Joggerinnen bemerkt, verlässt er die Deckung, um sie zu warnen und wird von der mächtigen Explosion selbst schwer verletzt. Die Polizei ermittelt gegen Christian, stuft den Fall aber letztlich als Vandalismus ein, als sie keine Hintermänner findet. Christian will Elias im Krankenhaus besuchen, wird aber von Elias’ Mutter Marianne wütend als verwöhntes Bürschchen und psychopathischer Mörder zurückgewiesen. Christian hält Elias daraufhin für tot und beschließt, seinem Leben ein Ende zu machen. Er steigt auf den hohen Silo, auf den er schon mehrfach mit Elias geklettert ist. Als Anton erfährt, dass Christian vermisst wird, ahnt er, wo der Junge ist, weil Elias ihm gegenüber die Ausflüge zum Silo erwähnt hatte. Er kann Christian vor dem Suizid retten und klarstellen, dass Elias lebt und wieder gesund werden wird. Jetzt kann er auch mit ihm auf eine Art über den Tod der Mutter sprechen, die Christian innerlich löst und es ihm ermöglicht, sich von seinem Vater umarmen zu lassen.


Quelle: Wikipedia - In einer besseren Welt


Andre Schneider