Grand Budapest Hotel

The Grand Budapest Hotel adventure, comedy, drama
Kinostart 28.03.2014
Schauspieler Ralph Fiennes, F. Murray Abraham, Mathieu Amalric, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Harvey Keitel, Jude Law, Bill Murray, Edward Norton, Saoirse Ronan, Jason Schwartzman, Léa Seydoux, Tilda Swinton, Tom Wilkinson, Owen Wilson, Tony Revolori, Giselda Volodi, Florian Lukas, Karl Markovics, Volker Michalowski, Neal Huff, Bob Balaban, Fisher Stevens, Wallace Wolodarsky, Jella Niemann, Steffen Scheumann, Hendrik von Bültzingslöwen, Paul Schlase, Lisa Kreuzer, Rainer Reiners, Milton Welsh, Michaela Caspar, Sabine Urig, Heike Hanold-Lynch, Golo Euler, Michael Benthin, Matthias Matschke, Lucas Hedges, Wolfgang Ceczor, Philipp Sonntag, Hans Martin Stier, Georg Tryphon, Gabriel Rush, Hannes Wegener, Marko Dyrlich, Larry Pine, Waris Ahluwalia, Marcel Mazur, Robert Bienas, Manfred Lindner, Oliver Claridge, Bernhard Kremser, Kunichi Nomura, Sister Anna Rademacher, Heinz-Werner Jeschkowski, Sabine Euler, Renate Klein, Uwe Holoubek, Francesco Zippel, Enrico Hoffmann, Daniel Steiner, Marie Goyette, Jeno Orosz, Gyula Lukács, Darin Damjanow, Dar Ronge, Georg Rittmannsperger, Dirk Bossmann, Arwin Lobedann, Robin Hurlstone, Jutta Westphal, Matthias Holfert, Gisela Bech, Birgit Müller, Ursula Kuhnt, Monika Krüger, Wolfram Nielacny, Reinhold Hegelow, Steffen Nixdorf, Piet Paes, Roy Macready, John Peet, Carl Sprague, Jürgen Schwämmle, Frank Jacob, Claudia Jung, Roman Berger, Lennart Meyer, Alfred Hänel, Manpreet Gerlach, David Adamik, Moritz Hepper, David Cioffi, Gerald Sullivan, Oliver Hazell, Ben Howard, Bohumil Váchal, Ed Munro, Wendy Kay, Emily Lineham, Mario Rohn, Stefan Schumann
Produktionsland USA, Germany
Genre Abenteuer, Drama, Komödie
Regie Wes Anderson
Produktion Wes Anderson, Jeremy Dawson, Steven Rales, Scott Rudin
Drehbuch Wes Anderson, Hugo Guinness
IMDB 8.1 (577965 Stimmen) Metascore 88
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Cover: Grand Budapest Hotel
Die Handlung des Films ist in der Republik Zubrowka angesiedelt, einem nach dem polnischen Büffelgras-Wodka Żubrówka benannten fiktiven Staat „an der östlichsten Grenze des europäischen Kontinents“, „unterhalb des alpinen Sudetenwaldes“ während der Zwischenkriegszeit. Die zentrale Rolle der Handlung nimmt das titelgebende Grand Budapest Hotel ein. Das inzwischen etwas heruntergekommene, weitläufige Grand Hotel hat noch einen Rest des Glanzes der Habsburgerzeit.

Der Regisseur verwendet das Stilmittel der Rahmenerzählung auf vier Zeitebenen in fünf verschiedenen Kapiteln:

Prolog
Der Film beginnt in der Gegenwart. Eine junge Frau nähert sich auf dem alten Friedhof der Kleinstadt Lutz der Büste eines in Zubrowka verehrten Schriftstellers mit dessen Buch in den Händen, das wie der Film heißt. Sie beginnt ein Kapitel zu lesen.

Darin erzählt der gealterte namenlose Verfasser aus der Perspektive des Jahres 1985 von einer hartnäckigen Schreibblockade, die ihn im August 1968 zu einer Reise in den Luftkurort Nebelsbad zum Grand Budapest Hotel veranlasste. Der alte Stammgast Zéro Moustafa, der schon bald als der Hotelbesitzer erkannt wird, legt dem Autor, einem jungen Schriftsteller, im von einem riesigen alpinen Wandbild mit steilem Wasserfall und Steinbock auf spitzem Felsen gezierten großen Speisesaal seine Erlebnisse als Page in der Zeit zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg dar. Der junge Hoteldiener war Lehrling und Protegé des Concierge Monsieur Gustave H. Die Erlebnisse der beiden behandelt der Film im Folgenden.

Teil 1 – M. Gustave
Es folgt in einer weiteren Zeitebene Zéros Bericht, der 1932 beginnt, als der Flüchtlingsjunge im letzten ruhmreichen Jahr des Hotels seine Arbeit als „Lobby Boy“ beginnt. Zubrowka befindet sich am Vorabend des Zweiten Weltkrieges, was jedoch für den galanten und immer mit „L’Air de Panache“ reichlich parfümierten Gustave von untergeordneter Bedeutung ist. Er weiß sich die Gunst von Frauen und Männern zu sichern. Eine von ihnen ist die 84-jährige Witwe Céline Villeneuve Desgoffe und Taxis, genannt Madame D., mit der Gustave bei ihrem letzten Aufenthalt im Hotel die Nacht verbringt.

Teil 2 – Madame C. V. D. u. T.
Zéro holt beim Zeitungshändler die neuesten Tageszeitungen ab. Auf der Titelseite liest er, dass die reiche Madame D. unter mysteriösen Umständen verstorben ist. Gustave und Zéro reisen mit dem Zug zum in einiger Entfernung gelegenen Schloss Lutz. Bei einer Grenzkontrolle kann Gustave seinen staatenlosen Schützling Zéro vor einer Verhaftung wegen dessen provisorischer Reisedokumente retten, dieses Mal noch nach den alten Regeln des Anstandes mit Inspektor Henckels. Bei der Testamentseröffnung in Lutz stellt sich heraus, dass Madame D. Gustave das unbezahlbare Gemälde Jüngling mit Apfel des fiktiven niederländischen Renaissancemalers Johannes van Hoytl d. J. (1613–1669) vererbt hat.

Aufgrund dessen bahnt sich ein Konflikt mit ihrem Sohn Dmitri Desgoffe und Taxis an. Um das Gemälde vor der gierigen Familie zu retten, stiehlt es Gustave in Lutz und versteckt es später in einem Safe des Grandhotels. Der Tod von Madame D. ist zudem Anlass für die Polizei, zu ermitteln. Gustave wird durch Dmitris Intrigen wegen Mordverdachtes verhaftet und in den Zellenblock des gefürchteten Internierungslagers Check-Point 19 gebracht.

Teil 3 – Check-Point 19 Crimina Internment Camp (Kontrollpunkt 19 Internierungslager)
Zéro besucht Gustave im Gefängnis und berichtet ihm, was Rechtsanwalt Kovacs herausgefunden hat. Madame D. soll an einer Strychnin-Vergiftung gestorben sein, und der Kronzeuge für Gustaves Täterschaft sei Madame D.s Butler Serge X.

Zwischenzeitlich macht sich J. G. Jopling, ein von Dmitri engagierter Auftragsmörder mit Totenkopf-gemusterten Schlagringen, auf die Suche nach Serge X. Von seiner Schwester erpresst er, wo Serge X. untergetaucht ist. Mit von Agatha in kunstvolle Kuchen eingebackenen Steinmetzwerkzeugen verhilft Zéro Gustave zur Flucht aus dem Gefängnis. Unter Anleitung des Mitgefangenen Ludwig gräbt sich Gustave mit einer kleinen Gruppe weiterer Gefangener den Weg aus der Zelle zum Kanalisationssystem. Bei ihrer Flucht überwältigen sie in den unterirdischen Gängen die Wachen, wobei der Mitgefangene Günther getötet wird. Am Schacht des „Drainage Tunnel B“ kommen sie ans Tageslicht. Dort trennen sich die Wege der Gefangenen, und Gustave versucht nun zusammen mit Zéro, seine Unschuld zu beweisen.

Teil 4 – The Society of the Crossed Keys (Die Gesellschaft der gekreuzten Schlüssel)
Schutzlos stehen Gustave und Zéro auf einem Feld, wo sich nur eine Telefonzelle befindet. Diese außergewöhnliche Situation rechtfertigt es, dass Gustave die Hilfe der geheimen „Gesellschaft der gekreuzten Schlüssel“ in Anspruch nehmen darf. Er führt ein R-Gespräch mit M. Ivan im Hotel „Excelsior Palace“. M. Ivan ruft M. Georges im „Chateau Luxe“ an, dieser ruft M. Dino im „Palazzo Principessa“ an, der danach mit M. Robin im „Hôtel Côte du Cap“ telefoniert, und M. Robin spricht schließlich mit M. Martin im „Ritz Imperial“. Die „Gesellschaft der gekreuzten Schlüssel“ bringt den Aufenthaltsort von Serge X. in Erfahrung und sorgt dafür, dass Gustave und Zéro von M. Ivan mit dem Auto zum Zug gebracht werden. So kommen beide im Oktober 1932 im schneebedeckten „Randgebirge nahe Gabelmeisters Kuppe“ an.

Vom Observatorium auf dem Gipfel werden sie zur Seilbahn verwiesen, deren Kabine dann auf freier Stecke hält. Nach dem Umsteigen in der Luft in eine zweite Kabine steigen sie im Kloster „Unser Heiliger Vater“ aus. Dort werden sie in den Beichtstuhl gebeten, wo sich der auf mysteriöse Weise verschwundene Serge X. aufhält. Er ist die einzige Person, die Gustaves Alibi für die Mordnacht bestätigen kann. Serge X. war Zeuge beim Abfassen eines zweiten nur im Falle eines gewaltsamen Ablebens gültigen Testaments von Madame D. Dieses habe ihre Familie bereits vernichtet, Serge X. habe jedoch eine Abschrift davon anfertigen können. Noch im Beichtstuhl wird Serge X. von J. G. Jopling erdrosselt.

Mit einem Schlitten verfolgen Zéro und Gustave den mit Skiern aus dem Kloster fliehenden Jopling, kommen aber letztlich zu Sturz. An einer Kante aus Eis hängt Gustave nur mehr an seinen Händen, während Jopling versucht, diese Kante zu lockern, um Gustave abstürzen zu lassen. Zéro gelingt es, den Attentäter in die Tiefe zu stoßen und seinen Mentor Gustave zu retten. Inzwischen taucht Inspector Henckels auf, der Gustave ausfindig gemacht hat. Gustave und Zéro flüchten mit Joplings Motorrad und machen sich auf die Suche nach dem von Serge X. erwähnten zweiten Testament.

Teil 5 – The Second Copy of the Second Will (Die Zweitschrift des Zweittestaments)
Zurück im Grand Budapest Hotel, müssen die beiden feststellen, dass faschistisches Militär das Etablissement requiriert hat und es angesichts des unmittelbar bevorstehenden Kriegsausbruchs in eine Kaserne verwandeln will. Der entsetzte Gustave schwört, die Schwelle des Hotels nie wieder zu übertreten. Zéros Geliebte Agatha erklärt sich bereit, das Bild aus dem Hotelsafe zu holen, wird jedoch von Dmitri entdeckt.

Nach Verfolgungsjagd und Schusswechsel springt Agatha aus dem Fenster. Das Bild bleibt an der Fassade hängen, und der von Serge im Bilderrahmen versteckte letzte Wille von Madame D. „Nur öffnen im Fall meiner Ermordung“ kommt zum Vorschein. Sie war die geheimnisvolle Besitzerin des Hotels und vererbt Vermögen, Schloss Lutz, Fabriken für Waffen, Medikamente und Textilien, einen bedeutenden Zeitungsverlag sowie das Grand Budapest Hotel an Gustave, was ihn wohlhabend macht.

Am 21. Tag der Besatzung reisten Zéro und Agathe mit Gustave mit dem Zug nach Lutz. Sie kommen an denselben Grenzübergang wie schon bei der Fahrt zur Testamentseröffnung. Doch nun scheinen die alten Regeln nicht mehr zu gelten. Henckels damalige Höflichkeit ist der Grobheit der rücksichtslosen Besatzungssoldaten gewichen, und Gustave wird am 17. November beim Streit über Zéros immer noch provisorisches Reisedokument erschossen. Zéro, nun seinerseits Alleinerbe von Gustave, schwört, das Erbe des Grand Budapest Hotels fortzuführen, jedoch fordern laufende Konflikte ihren Tribut und langsam beginnt der Zahn der Zeit am Hotel zu nagen. Zwei Jahre später erliegen Agatha und der gemeinsame Sohn der fiktiven Krankheit „Preußische Grippe“.

Epilog
Wieder im Jahr 1968 werden im Speisesaal dem Autor und Moustafa die Nachspeisen serviert. Der Hotelbesitzer Zéro Moustafa gesteht dem Autor, dass er es nicht über sich bringt, das Hotel zu schließen, denn es sei die letzte Verbindung zu seiner verstorbenen Frau und den besten Jahren seines Lebens. Der Autor geht später nach Südamerika und kommt nicht mehr in das Hotel zurück, sodass ihm das weitere Schicksal von Hotel und Moustafa unbekannt bleibt.

Zurück im Jahr 1985 beendet der alte Autor seinen Bericht.

In der Gegenwart ist die junge Frau fertig mit der Lektüre des Buchs über das Grand Budapest Hotel und verlässt den Friedhof.


Quelle: Wikipedia - Grand Budapest Hotel


Andre Schneider