Schloss Wolfenbüttel
Schloss Wolfenbüttel zählt zu den größten erhaltenen Schlossanlagen Niedersachsens und war ab 1432 für rund drei Jahrhunderte Residenz der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel. Die Vierflügelanlage mit Innenhof geht im Kern auf einen mittelalterlichen Burgplatz zurück, der in der Frühen Neuzeit zum repräsentativen Schloss ausgebaut wurde; die heutige Fassung vereint Bauformen der Renaissance, des Barock und des Historismus. An der Front sind geschossweise gereihte Rechteckfenster, Pilastergliederung sowie Ziergiebel mit Figurenschmuck zu erkennen, über dem Hauptportal eine von Skulpturen gerahmte Wappenkartusche; die Steinplastiken entlang der vorgelegten Balustrade gehörten zur höfischen Selbstdarstellung und verkörperten häufig Tugenden oder mythologische Gestalten. Nach dem Ende der Residenzzeit diente das Gebäude wechselnden Verwaltungszwecken und beherbergt heute ein Museum sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen.